Johann Anton Gerhard

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Johann Anton Gerhard war Ratsherr, Leiter des Zollamtes und fürstbischöflicher Hofkammerrat.

Leben und Wirken

In der Amtszeit von Fürstbischof Christoph Franz von Hutten wurde Gerhard Hofkammerrat der fürstbischöflichen Verwaltung. Nach dessen Tod übernimmt Wilhelm Jakob von Reinach als Statthalter unverzüglich die Amtsgeschäfte in der Zeit der Sedisvakanz. Schon Tags darauf werden sämtliche Siegel und Stempel einkassiert und das Personal der Zentralbehörde angelobt. Als Urheber der Wirtschaftmaßnahmen gerät Gerhard zusammen mit dem Zollamtmann Sartorius zeitweise in Haft.

Erwerbungen

Am 16. Januar 1726 erwarb er von der Kartause Engelgarten für 420 Gulden das Grundstück in der Kapuzinerstraße, auf dem er sich noch im selben Jahr auf dem bis dahin unbebauten Platz ein stattliches, dem Straßenverlauf folgendes Gebäude errichten ließ, das sich mit einem dreiflügeligen Grundriss gegen Südosten zum angrenzenden Garten öffnete. Im Mai 1727 wurde dem Hofkammerrat, der ein Günstling der Fürstbischofs war und gleichsam als zweiter Mann im Staat auftrat [1], ein angrenzendes Grundstück überlassen, das für die „erbauung einer wintherung“ [2] vorgesehen war.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Geschichte der Stadt Würzburg. Band II. Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an Bayern 1814. Hrsg: Ulrich Wagner. Verlag Theiss, Stuttgart 2004, S. 144
  2. Unter „wintherung“ ist ein Gewächshaus zu verstehen, das für die im Garten meist als Kübelpflanzen aufgestellten, frostempfindlichen Gewächse gebaut wurde.

Quellen

  • Winfried Romberg, Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 8. Die Würzburger Bischöfe von 1684–1746, Verlag Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2014, ISBN 978-3-11030-5432, S. 82