Johann Adam von Ickstatt

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Prof. Dr. Johann Adam von Ickstatt

Prof. Dr. Johann Adam Freiherr von Ickstatt (* 6. Januar 1702 in Eppstein/Taunus; † 17. August 1776 in Waldsassen) war Staatsrechtler, Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und gilt als Gründer des Realschulwesens in Bayern.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach den Schulbesuchen an den Gymnasien in Oberursel und Mainz, studierte er ab 1725 Mathematik und Philosophie in Marburg/Lahn und wurde an der Universität Mainz 1730 promoviert.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Anschließend erhielt er einen Ruf als Professor der Rechte an die Universität Würzburg für deutsches Staatsrecht, Natur- und Völkerrecht. Ickstatt erwarb sich in dieser Zeit einen Ruf als führender Staatsrechtslehrer des katholischen Deutschlands. 1741 wechselte er nach München und übernahm die Erziehung des Prinzen Maximilian Joseph und war Berater von Kurfürst Karl Albrecht, dem späteren Kaiser Karl VII..

Schulreform[Bearbeiten]

1772 faßte er eine Umgestaltung des gesammten Jugendunterrichtes ins Auge. Zwei in der bayerischen Akademie der Wissenschaften in den Jahren 1770 und 1774 gehaltene Reden entwickelten seinen Plan, wonach das höhere, gelehrte Studium nur Begabten und Bemittelten gestattet sein, in ländlichen Trivialschulen Landwirtschaft, auf den Gymnasien Physik gelehrt werden, vor allem aber zur Hebung von Kunst, Handwerk und Handel ein wohlorganisiertes Realschulwesen ins Leben treten sollte. Um seine Reformentwürfe in der Praxis zu erproben, wurde ihm die Einrichtung der Ingolstädier Schulen überlassen.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1742 Berufung in den Adelsstand als Freiherr

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Herbert Schott: Der Weggang Professor Ickstatts von der Universität Würzburg und sein Wechsel in bayerische Dienste 1741. In: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst, Jahrbuch 54/2002, S. 97-105
  • Edmund von Oefele: Ickstatt, Johann Adam Freiherr von. In: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 740–741

Weblinks[Bearbeiten]