Jakobskapelle (Randersacker)

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Die Jakobskapelle befand sich bis 1805 nahe der Mündung des Randersackerer Jakobsbachs.

Geschichte

Diese Kapelle mit einem umgebenden Kirchhof soll den Mittelpunkt einer frühen Siedlung an der Mündung des von Theilheim kommenden Floßbachs (später Jakobsbach) in den Main gebildet haben. Für diese Siedlung gibt es jedoch keine eindeutigen Belege. Die Kapelle aber hat nachweislich existiert. [1] Nach Prof. Otto Meyer ist ihre Entstehung um 1100 anzusiedeln, womit sie dem Hochmittelalter zuzuordnen ist. Sie soll als Andachtsstätte für Pilger auf dem Jakobsweg an der Europa-Straße Nordsee-Rom gedient haben. [2]

Ende der Kapelle

1805 wurde sie profaniert, für 240 Gulden verkauft und abgerissen. Das Gelände der Kapelle und des Friedhofs wurde in eine Gärtnerei umgewandet. Die Uraufnahme zeigt an dem Standort den Jacobsgarten [1]. Das Friedhofs-Kruzifix wurde auf den heutigen Friedhof versetzt, die Assistenzfiguren der ursprünglichen Kreuzigungsgruppe befinden sich heute im Steinhauermuseum Randersacker.

Baubeschreibung

In einem Visitationsprotokoll des Jahres 1615 wird die Kapelle folgendermaßen beschrieben: 38 Schuh lang, 20,5 Schuh breit und 16 Schuh hoch. Der Chor hatte eine Länge von 19 Schuh sowie eine Breite und Höhe von 14 Schuh. Im vorderen Giebel befand sich ein kleinerer hölzerner Erker. Das Dach war mit Ziegeln gedeckt.

Siehe auch

Quellen

  • Bruno Rottenbach: Chronik Markt Randersacker. Herausgegeben vom Markt Randersacker 1988. S. 29 f.

Einzelnachweise

  1. Bruno Rottenbach: Chronik Markt Randersacker. Herausgegeben vom Markt Randersacker 1988. S. 29 f.
  2. Herbert Haas: Der Pfülben nach seiner Deformation. Abschied von einer fränkischen Weinkulturlandschaft. 1985. S. 48 (Abdruck eines Zeitungsartikels von Richard Glaab)

Weblinks

Kartenausschnitt

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