Jüdischer Friedhof Höchberg

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Jüdischer Friedhof Höchberg

Der Jüdische Friedhof in Höchberg ist heute aufgelassen und wird nicht mehr für Bestattungen genutzt.

Lage[Bearbeiten]

Der Friedhof liegt am südlichen Rand der Marktgemeinde auf einer Anhöhe auf der Westseite der Straße Am Trieb.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Friedhof der jüdischen Gemeinde Höchberg wurde im Jahre 1821 angelegt, nachdem ein Jahr zuvor die Gemeinde ein entsprechendes Grundstück erwerben konnte.

Die erste Beisetzung in Höchberg war die von Sophie Rhein (geb. 1791) am 21. März 1824. Die erste Bestattung aus Würzburg war die des Distriktrabbiners Abraham Bing (1752-1841). Bereits im Jahre 1840 bestimmte Rabbi Bing zu seinem Stellvertreter (und späteren Nachfolger) den berühmten Rabbiner Seligmann Bär Bamberger, bekannt als Würzburger Raw (oder Würzburger Rav). Am 2. Tag Sukkot 5639 / 1878 verstarb der Würzburger Raw und wurde auf dem Friedhof beigesetzt.

Der Friedhof war auch in den kommenden Jahrzehnten der bevorzugte Begräbnisplatz der Würzburger Rabbiner und Lehrer an jüdischen Schulen sowie der nach streng religiösen Vorschriften lebenden orthodoxen Juden.

Die letzte nachweisbare Beisetzung fand im Jahr 1939 statt.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Der jüdische Friedhof ist eine ummauerte Anlage mit Grabdenkmälern des 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Belegung[Bearbeiten]

Der jüdische Friedhof Höchberg wurde mit der Auflösung des historischen jüdischen Friedhofs am heutigen Juliusspital für verstorbene Juden der Stadt Würzburg genutzt, da es lange Zeit keine Bestattungsmöglichkeit für Juden innerhalb der Stadt mehr gab. Aus diesem Grund fanden Beisetzungen in Heidingsfeld und in Höchberg statt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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