Hugo Neth

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

P. Hugo Neth OCart (* in Iphofen; † 13. Januar 1758 in Grünau bei Schollbrunn/Spessart) war Kartäuser-Chormönch und von 1744 bis 1751 Prior des Kartäuserklosters in Tückelhausen.

Geistliche Laufbahn

Neth trat dem Kloster Ilmbach bei Geesdorf/Lkr. Kitzingen bei und legte dort am 22. Juli 1722 seine Ordensgelübde ab.[1] 1739 bis 1743 wirkte er als Vikar in Grünau und in Erfurt. Danach war er als Coadjutor [2] in Grünau tätig.

Prior in der Kartause Tückelhausen

Am 15. April 1744 wurde er zum Prior des Kartäuserklosters in Tückelhausen gewählt. Hugo Neth war einer der bedeutendsten Prioren des Kartäuserklosters in Tückelhausen. Die Renovierung der Kirchenausstattung, die sein Vorgänger Hugo Lipp aus Königshofen im Grabfeld begonnen hatte, wurde unter ihm erfolgreich fortgesetzt. Mit seinem Namen verbinden sich nicht nur das 1746 erstellte kunsthistorisch hochrangige Chorgestühl und die mit Versen ausgestattete Choruhr sowie ein Ölgemälde, das zur Erinnerung an das 400jährige Klosterjubiläum von 1751 Klostergeschichte und Ordensspiritualität harmonisch gestaltet präsentiert. Auf einem der Ovalbilder dieses Gemäldes ist das lebensnahe Porträt des Priors zu sehen. 1751 wird er durch das Generalkapitel als Prior abgelöst und wirkt von nun an in gleicher Position in Grünau wo er als Prior von Grünau und Konvisitator verstarb.

Erklärungen

  1. Ein Ordensgelübde oder Profess (Profess von lat. professio, 'Bekenntnis') ist das öffentliche Versprechen eines Anwärters (Novizen) in einer christlichen Ordensgemeinschaft, nach den evangelischen Räten und unter einem Oberen nach einer Ordensregel zu leben. Im Einzelnen verspricht der oder die Professe den evangelischen Räten (Ratschlägen) der Armut, der ehelosen Keuschheit und des Gehorsams zu folgen und sich dauerhaft an die Ordensgemeinschaft zu binden. [1]
  2. Erklärung Coadjutor bei Wikipedia [2]

Quellen

  • Robert Rackowitz: Ehemalige Kartause „Cella Salutis“ Tückelhausen - Rundgang durch Klosteranlage und Klosterkirche. Hrsg.: Kath. Pfarramt St. Georg, Tückelhausen 1972, S. 55