Georg Valentin Seuffert

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Georg Valentin Seuffert, auch Georg Valentin Seufert (* 23. März 1771 in Bischofsheim vor der Rhön; † 18. Oktober 1842 in Würzburg) war Geistlicher, Chorleiter und Kapellmeister am Kiliansdom.

Leben und Wirken

Nach anfänglichem Gesangsunterricht durch seinen Vater, einem Schulrektor, kam Seuffert 1784 zur weiteren musikalischen Ausbildung nach Würzburg, wo er im Franziskanerkloster zunächst als Alt- und dann als Tenor-Sänger wirkte. In Würzburg erlernte er auch das Geigenspiel und er trat als Violinist auf. Am 23. September 1796 wurde er zum Priester geweiht und wirkte als Vikar am kurze Zeit später aufgelösten Domstift.

Domkapellmeister in Würzburg

1797 wurde er zum Domkapellmeister ernannt. Das seinerzeit etwas vernachlässigte musikalische Leben erwachte dort unter seiner Leitung zu neuem Leben. Einige der am Domstift tätigen Scholaren unterrichtete er als Chorallehrer des bischöflichen Seminars in Gesang und Klavierspiel. Er starb 1842 an einem Lungenödem.

Komponist von Kirchenliedern

Seuffert befasste sich unter anderem auch mit Liedkompositionen. Von ihm stammt beispielsweise die Melodie zum Fronleichnamslied „Laßt Christen hoch den Jubel schallen“.

Quellen

  • Johann Georg Meusel: Teutsches Künstlerlexikon oder Verzeichniss der jetztlebenden teutschen Künstler, I-II, Meyer, Lemgo (1778), Band 2 (der Auflage von 1789), S. 354
  • Artistisch-literarische Blätter von und für Franken. Eine Begleitschrift zur fränkischen Chronik (hrsg. von Bartholomäus von Siebold) 8 (1808), S. 46 f.
  • Siegfried Koesler: Kirchenmusik, in: Ulrich Konrad: Musikpraxis, Musikerziehung und musikalisches Gewerbe, S. 193-195, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 191-246, S. 194

Weblinks