Friedrich Karl Konstantin von Fechenbach

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Friedrich Karl Konstantin Freiherr von Fechenbach zu Laudenbach (* 7. November 1836 in Aschaffenburg † 14. März 1907 in Würzburg) war bayerischer Offizier, Publizist und Politiker verschiedener Parteien.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Er entstammt dem fränkischen Rittergeschlecht Fechenbach. Mit dem Ableben des kinderlosen und unverheirateten Friedrich Karl Konstantin starb die seit dem 13. Jahrhundert in Franken ansässige Adelsfamilie aus.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach einer Offizierslaufbahn in der Armee des Königreiches Bayern, die er 1859 quittierte, stieg er als Nationalliberaler in die Politik ein. 1878 schloss er sich den Deutschkonservativen an und versuchte diese für ein radikales sozialpolitisches Programm zu gewinnen. 1880 gründete er aus konservativen sozialreformerischen Protestanten und Katholiken eine interkonfessionelle „Sozial-conservative Vereinigung“ in Frankfurt am Main, die sich zu einer großen Mittelstandspartei entwickeln sollte, aber am Widerstand der bereits bestehenden Parteien scheiterte. 1885 gehörte er dem Zentrum an, wo er in den späteren Jahren gegen Otto von Bismarck opponierte.

Nachlass[Bearbeiten]

Als Wirtschafts- und Sozialpolitiker blieb er ein einflussloser Einzelgänger, aber durch seine publizistische Sammlertätigkeit hat er sich ein bleibendes Denkmal gesetzt. Seine sozialkundliche Presseausschnittsammlung für die Jahre 1876 bis 1895 ist erhalten geblieben. Die Dokumentation seines Archivs für die Parteigeschichte der 1880er Jahre dürfte umfangreicher sein als die der betreffenden Parteiarchive. Teile seines Nachlasses befinden sich im Staatsarchiv Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Hans-Joachim Schoeps: CDU vor 75 Jahren. Die sozialpolitischen Bestrebungen des Reichsfreiherrn Friedrich Carl von Fechenbach (1836–1907). In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte 9 (1957), S. 266–277.

Weblinks[Bearbeiten]