Freiwillige Feuerwehr Rimpar

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Freiwillige Feuerwehr Rimpar
Freiwillige Feuerwehr Rimpar

Die Freiwillige Feuerwehr Rimpar ist die Feuerwehr der Gemeinde Rimpar und besteht seit 1886. Die Wehr umfasst eine First Responder-Einheit.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor Gründung der freiwilligen Feuerwehr, war es allgemeine Bürgerpflicht, sich gegen Katastrophen zu schützen. Zu dieser Zeit waren es meist Brände, die zu Katastrophen führten, da sie mit den damaligen Mitteln nur schwer einzudämmen waren. Zum Zwecke des Brandschutzes standen damals zwei Leitern, zwei Haken, sechs Spreutzen aus Holz, und 90 Eimer zur Verfügung.

Anno 1830 war es Pflicht, dass jeder Bürger einen Feuereimer zu stellen hatte. Da es aber unmöglich war, bei einem Gebäudebrand nur mit den Eimern an das Feuer heranzukommen, wurde es Zeit, auf „moderne“ Mittel zur Brandbekämpfung umzusteigen. Dazu schaffte man im Jahre 1864 die erste „Landspritze“ an. Trotzdem mussten die Einwohner noch bis zum Jahre 1886 eine Feuereimergebühr entrichten. Wahrscheinlich auch, um die finanziellen Mittel für die Wartung des neuen technischen Geräts herbeizuschaffen.

Am 10. Oktober 1886 erklärten sich 60 Männer per Unterschrift bereit, eine Schutzwehr gegen das Feuer zu bilden. Zum ersten Kommandanten wurde der damalige Gemeindediener Hermann Sauer gewählt. Nachdem nun die Feuerwehr gegründet war, stellte man Überlegungen an, wo das Feuerwehrgerät untergestellt werden sollte. Es wurde mit der Errichtung eines Gebäudes an der Schafhofscheuer ins Auge gefasst. Im Jahre 1895 wurden die Arbeiten ausgeführt und zusätzlich ein Schlauchtrockenturm errichtet.

1929 wurde in Rimpar die erste Motorspritze angeschafft. In der Versammlung am 1. Mai 1929 wurde bekanntgegeben, dass die Gemeinde für die neue Motorspritze und für 300 m neue Schläuche insgesamt 5.727 Mark bewilligt hat. Dies war nicht nur das erste motorbetriebene Löschgerät in Rimpar, sondern auch eines der ersten im gesamten Landkreis Würzburg.

Die erste Handlung nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges war der Wiederaufbau und die Verbesserung der Ausstattung. Im Jahre 1948 genügte die bisherige Motorspritze nicht mehr den gestiegenen Anforderungen der Wehr. Eine neue Motorspritze wurde beschafft. Hierzu sammelten die Feuerwehrkameraden 1.500 DM und übergaben diesen Betrag dem Bürgermeister. Nachdem 1957 eine weitere Feuerlöschpumpe mit Zubehör angeschafft wurde, konnte am 8. November 1964 das erste Löschfahrzeug in Dienst gestellt werden. Dieses Fahrzeug mit der Bezeichnung LF 8 (Löschfahrzeug mit einer Pumpenleistung von 800 l pro Minute) ein Opel Blitz, leistete der Rimparer Wehr lange Jahre treue Dienste. Zur Steigerung des Einsatzwertes, wurde das Fahrzeug 10 Jahre später durch eine neue Anhängeleiter AL 18 (Leiterlänge 18 m) ergänzt. War bis in die 70iger Jahre der Brandschutz noch eine Hauptaufgabe der Wehren, so verlagerte sich der Schwerpunkt der Aufgaben mit dem technischen Fortschritt und der zunehmenden Industrialisierung in unserer Gesellschaft. Technische Hilfeleistung und Umweltschutz heißen die Schlagworte der Zeit.

Gerätehaus[Bearbeiten]

Mit Anschaffung des Löschgruppenfahrzeuges LF 16 im Jahr 1980 war klar, dass die Räumlichkeiten der Feuerwehr im Feuerwehrgerätehaus in der Schäfereistraße den Anforderungen der Zeit nicht mehr genügten. So standen für drei Fahrzeuge (zwei Löschfahrzeuge und ein Mehrzweckfahrzeug) nur eine Ausfahrt zur Verfügung. Die gesamte Einsatzkleidung musste von den Feuerwehrleuten zu Hause gelagert werden, da im Gerätehaus kein Platz für Spinde oder ähnlichem war, zudem waren die Räume zu feucht für die Kleidung. Für immerhin an die 80 Feuerwehrmänner stand nur ein „Aufenthalts-/Schulungsraum“ von ca. 20 m² zur Verfügung. Der im neuen Fahrzeug vorhandene Wassertank musste im Winter über eine zusätzliche Tankheizung beheizt werden, damit das Wasser nicht einfror. Für die Pflege der Atemschutzgeräte, und das Desinfizieren der Atemschutzmasken gab es keine Möglichkeiten. Für diese Arbeiten musste eigens in die Atemschutzwerkstatt nach Rottendorf gefahren werden.

Aus all diesen Gründen beschloss die Gemeinde, den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses so schnell wie möglich voranzutreiben. Im Jahre 1982 wurde der Plan gefasst, im „Ochsengarten“ dem damaligen Bauhof, direkt neben dem alten Feuerwehrhaus ein Neues zu errichten. Dieser Plan wurde aber wieder fallen gelassen, als die Gemeinde ein Grundstück, das direkt an den gemeindlichen Bauhof in der Kettelerstraße angrenzt, erworben hat.

Für diese Objekt wurden schließlich Pläne erstellt und so konnte im Jahre 1988 der Grundstein für das neue Rimparer Feuerwehrgerätehaus gelegt werden. Nach nur einem Jahr Bauzeit, konnten im Mai 1989 die neuen Räume feierlich Eingeweiht werden. Es entstand ein Feuerwehrhaus mit vier Ausfahrten, einer Waschhalle, Schulungs- und Sozialräumen.

First Responder[Bearbeiten]

Ab 1999 befasste sich die Freiwillige Feuerwehr Rimpar mit dem Gedanken eine First Responder Gruppe aufzubauen. Hierzu waren neben ausgebildeten Helfern auch eine umfangreiche zusätzliche Ausrüstung notwendig. Die damals noch günstige Haushaltslage der Gemeinde, und vor allem die großzügigen Spenden einiger Firmen, boten der Wehr die Möglichkeit, ihre Pläne in die Wirklichkeit umzusetzen. Ab dem 1. November 2001 wurde der First Responder Dienst in Rimpar offiziell in die Alarmierung der Rettungsleitstelle aufgenommen.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

MZF[Bearbeiten]

Mehrzweckfahrzeug
Funkrufname: Florian Rimpar 11/1
Fahrgestell: Mercedes-Benz Sprinter 313 cdi
Aufbau: Hensel Fahrzeugbau
Baujahr: 2006
Einsatzfahrzeug der First Responder-Einheit

HLF 20/16[Bearbeiten]

Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug
Funkrufname: Florian Rimpar 40/1
Fahrgestell: Mercedes-Benz Atego 1428AF
Aufbau: Ziegler
Baujahr: 2006

LF 8/6[Bearbeiten]

Löschgruppenfahrzeug 8/6 mit Rettungssatz
Funkrufname: Florian Rimpar 42/1
Fahrgestell: Mercedes-Benz 917 AF
Aufbau: Metz
Baujahr: 1991

GW Logistik 1[Bearbeiten]

Gerätewagen Logistik
Funkrufname: Florian Rimpar 55/1
Fahrgestell: MAN TGL 8.180
Aufbau: Ziegler
Baujahr: 2014 [1]

AL 16/4[Bearbeiten]

Anhängeleiter
Hersteller: Klöckner Humbold Deutz
Aufbau: Magirus
Baujahr: 1974

P 250[Bearbeiten]

Pulverlöschanhänger
Hersteller: Total
Baujahr: 1968

Kontakt[Bearbeiten]

Feuerwehrhaus
Kettelerstraße 13
97222 Rimpar

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Rimpar

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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