Forschergruppe Klostermedizin

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Die Forschergruppe Klostermedizin ist seit 1999 Teil des Institut für Geschichte der Medizin der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge der Klostermedizin [1] liegen in der Spätantike. Ausgangspunkt ist die Ordensregel des Hl. Benedikt, des Begründers des Benediktinerordens. Die Mönche und Nonnen greifen auf das medizinische Wissen der antiken Ärzte zurück und übernehmen als Grundlage die Viersäftelehre, die so genannte Humoralpathologie. Im Hochmittelalter des 11. und 12. Jahrhunderts entstanden auch die wichtigsten Schriften der Klostermedizin: die Übersetzungen des Constantinus Africanus in Salerno und Monte Cassino, der 'Macer floridus' des Odo Magdunensis und die medizinischen Werke der Äbtissin, Mystikerin und „Ärztin“ [2] Hildegard von Bingen[3].

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Forschergruppe Klostermedizin beschäftigt sich in erster Linie mit einer medizinhistorischen Epoche und ist keine Therapierichtung. Die Wissenschaftler verstehen ihre Arbeit als pharmazie- und medizinhistorische Grundlagenforschung im Dialog mit pharmazeutisch-klinischen Studien. Ziel dieses interdisziplinären Projektes ist es, das historische Wissen über Heilpflanzen zu erforschen, zu bewahren und gegebenenfalls für heute nutzbar zu machen.

Kooperationen[Bearbeiten]

Die Forschergruppe ist ein gemeinsames Projekt des Instituts für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg und des Arzneimittelherstellers Abtei.

Kontakt[Bearbeiten]

Forschergruppe Klostermedizin GmbH
Dr. Johannes Gottfried Mayer
Mozartstraße 1
97074 Würzburg
Telefon: 0931 - 83264

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise[Bearbeiten]

  1. Klostermedizin nennt man die „Heilkunde des 6. bis 12. Jahrhunderts, die im Abendland weitgehend von Mönchen ausgeübt wurde“ (Hans H. Lauer: Klostermedizin, in: Enzyklopädie Medizingeschichte, hrsg. von Werner E. Gerabek], Bernhard D. Haage, Gundolf Keil und Wolfgang Wegner, Walter de Gruyter, Berlin und New York 2005, S. 758-764)
  2. Heinrich Schipperges: Hildegard von Bingen, in: Enzyklopädie Medizingeschichte, hrsg. von Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil und Wolfgang Wegner, Walter de Gruyter, Berlin und New York 2005, S. 594 f.
  3. Die Benediktinerin Hildegard von Bingen (1098-1179) soll auch in Würzburg gepredigt haben (https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen)

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