Feldaltar Erbshausen

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Feldaltar am westlichen Ortsende von Erbshausen

Der Feldaltar Erbshausen ist ein Baudenkmal in Erbshausen-Sulzwiesen.

Standort[Bearbeiten]

Der Feldaltar steht am westlichen Ortsrand von Erbshausen in der Buswendeschleife.

Geschichte[Bearbeiten]

1838 haben der Glasermeister Thomas Strohmenger und seine Ehefrau Katharina das Denkmal der Frömmigkeit errichten lassen. Das Ehepaar hatte damals in Sichtweite des Bildstocks gewohnt. In der Sockelinschrift bezeugen die Stifter, dass sie der „Allerheiligsten Dreifaltigkeit und den 14 Nothelfern“ Ehre erweisen. Diese Widmung kann gleichzeitig als Glaubens- und Gesinnungsbekenntnis damaliger Generationen bewertet werden.

Der Hersteller des Kunstwerkes ist nicht bekannt. Man kann davon ausgehen, dass das feinporige Steinmaterial aus den damals im Gemeindebereich vorhandenen Steinbrüchen gewonnen wurde.

Der ursprüngliche Standort des Bildstocks war die Ecke Kreisstraße WÜ 4 / Am Wiesenweg. An dieser Stelle wurde auch jeweils einer der vier Altäre für die jährlich stattfindende Fronleichnamsprozession aufgebaut. Nach der Flurbereinigung wurde Edmund Schraut aus Erbshausen Eigentümer des Standortgrundes und hat ihn in den 1970er Jahren restaurieren lassen. Wegen Straßenbaumaßnahmen wurde 1999 eine Verlegung des Bildstocks an den Buswendeplatz erforderlich. Bei dieser Gelegenheit hat ihn die Gemeinde im Einvernehmen mit dem Landkreis Würzburg in der Bildhauerwerkstatt Grimm in Kleinrinderfeld restaurieren lassen.

Beschreibung[Bearbeiten]

„Feldaltar, rundbogig geöffneter Nischenaufsatz mit Kreuzbekrönung, Rückwand mit Relief der Marienkrönung sowie dem Jesuskind inmitten der 14 Nothelfer, auf seitlich ausschwingendem Sockel mit Inschriftenfeld, Sandstein, bezeichnet 1838.“

Aufbau[Bearbeiten]

Gefaßter Sockel nach unten ausladend, mehrfach profilierte Abdeckplatte auf vierkantigen Basisfüßen ruhend, sich nach oben verjüngende Säulchen, tonnengewölbtes, seitlich offenes, rundbogig abschließendes Bildhäuschen mit Kämpfergesims, darüber Bekrönungskreuz mit Kleeblattenden.

Ikonografie[Bearbeiten]

  • Bildhäuschen: Relief der 14 Nothelfer und Hl. Dreifaltigkeit mit Mariä Krönung

Inschrift[Bearbeiten]

  • Sockel: Diese Bildniß wurde / der Allerheiligsden Drey / faligkeit und der 14 heil / Nothelfer zur Ehre erricht- / et durch Glasermeister / Thomas Stromenger und Katharina seine Ehefrau im / Jahre 1838

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Hausen b. Würzburg, Nr. D-6-79-143-23
  • Stefan Popp: Bildstöcke im nördlichen Landkreis Würzburg - Inventarisierung und mentalitätsgeschichtliche Studien zu religiösen Kleindenkmalen. Abschnitt XVII, Würzburg 2004, S. 316 (Online-Fassung)
  • Irene Konrad, Alois Gößmann: Hausen - Erbshausen-Sulzwiesen. Bildstockband zum 400-jährigen Bestehen der Pfarrei Hausen und der Filialkirche Erbshausen-Sulzwiesen (1613-2013). 2013. (Erhältlich im Pfarrbüro der Pfarreiengemeinschaft Fährbrück)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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