Dorfmühle (Lengfeld)

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Ehemalige Dorfmühle
Wandgemälde an der ehemaligen Dorfmühle

Die Dorfmühle in Lengfeld war die einzige Lengfelder Mühle, die früher im Dorf lag (Alte Hausnummer 48 [1] - heute Am Schloßgarten 6).

Name

Die Dorfmühle wird in alten Urkunden auch einige Male Schlossmühle genannt, weil die in unmittelbarer Nähe eines Schlösschens stand, das im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde.
Ebenfalls in der Literatur zu finden ist der Name Schellersmühle.

Geschichte

Bereits im 14. Jahrhundert wird die Holzmühle erwähnt, als der Abt der Benediktinerklosters St. Burkard, Johann von Blaubach (1350-1374), die Hälfte der Mühle um 110 Pfd. Heller erwarb.

Steinerne Zeugnisse von der Dorfmühle sind in Form eines Türsturzes mit der Jahreszahl 1628 und zwei weiteren mit den Jahreszahlen 1678 und 1739 (und die Initialen IEM [2] zu finden. 1635 wurde Paul Lang, Bürgermeister von Lengfeld, als Dorfmüller genannt.

Am 9. Dezember 1898 kaufte der letzte Dorfmüller Johann Scheller aus Kürnach von Johann Kellers (Dorfmüller ab 1844) Witwe Apollonia die Mühle mit zwei Mahlgängen. Ab 1939 wurde kein Mehl mehr gemahlen und die angegliederte Backstube aufgegeben. Es wurde nur noch Schrot für die Landwirte gemahlen.

1960 wurden die Mühlgänge am Bach abgerissen. 1994 erwarb die Kirchengemeinde Lengfeld die Mühle und baute sie zur Pfarrerswohnung mit Büro und Amtsräumen für das Pfarramt sowie zwei kleinere Gruppenräume um. Heute ist die Dorfmühle ein Teil des Ökumenischen Zentrums Lengfeld (Evangelisch-Lutherisches Pfarramt).

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Lengfelder Chronik: Abhängiges Dorf, selbständige Gemeinde, eingemeindeter Stadtteil. Hrsg.: Arbeitskreis Lengfelder Geschichte, Würzburg 2003, S. 474 ff.

Einzelnachweise

  1. Uraufnahme im geoportal.bayern.de/bayernatlas
  2. Die Initialen IEM stammen von Johann Erhard Meder, der bis ca. 1750 als Dorfmüller genannt wird.

Kartenausschnitt

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