Dietmar Willoweit

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Prof. Dietmar Willoweit (* 17. Juli 1936 in Memel) ist Rechtswissenschaftler, Rechtshistoriker und war 20 Jahre lang Juraprofessor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Willoweit studierte nach dem Abitur in Aschaffenburg an den Universitäten Freiburg und Heidelberg. 1971 habilitierte er sich ebendort mit einer Untersuchung über die Rechtsgrundlagen der Territorialgewalt. 1974 nahm Willoweit einen Ruf auf einen Lehrstuhl an der Freien Universität Berlin an, 1979 wechselte er an die Universität Tübingen.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Von 1984 bis zu seiner Emeritierung 2004 war Willoweit Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht und Kirchenrecht an der Universität Würzburg. Fünf Jahre lang war er parallel dazu Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Wissenschaftliches Werk[Bearbeiten]

Den wissenschaftlichen Schwerpunkt von Willoweits Forschungen bilden Untersuchungen zum Einfluss des Rechtsdenkens auf die Prozesse der Staatsbildung seit dem hohen Mittelalter und verwandte Problemfelder. Dazu gehören die Herausbildung eines öffentlichen Strafrechts im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit oder die Rechtsstellung der Juden im Mittelalter.

Zu seinen Forschungsgebieten gehörten auch alle Epochen deutscher Verfassungsgeschichte und der Geschichte der Jurisprudenz. Einige seiner Arbeiten thematisieren das Verhältnis Deutschlands zu seinen östlichen Nachbarn in älterer und neuerer Zeit.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Seine 2009 in sechster Auflage erschienene „Deutsche Verfassungsgeschichte“ wurde unter Anderem ins Japanische übersetzt. Zu den Handbüchern der Deutschen Verwaltungsgeschichte und der Germania Judaica sowie zum Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte hat er wichtige Beiträge beigesteuert.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]