Tauberbrücke (Tauberrettersheim)

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Tauberbrücke in Tauberrettersheim
Tauberbrücke (1952)

Die Tauberbrücke in Tauberrettersheim überquert namensgebende Tauber als Straßenbrücke.

Lage

Die Brücke verbindet als einzige öffentliche Straßenzufahrt die Staatsstraße 2269 mit der südlich der Tauber gelegenen Gemeinde.

Geschichte

Der Tauberübergang wurde 1716 als Holzkonstruktion errichtet. 1733 folgte der Wiederaufbau als stabile Natursteinbrücke mit sechs Bögen nach einem Entwurf von Balthasar Neumann, der dazu vom Würzburger Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn beauftragt wurde. Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der mittlere Teil gesprengt und 1947 die Brücke wieder hergestellt.

Brückenheiliger

Kopie des Hl. Nepomuk auf der Tauberbrücke

Über dem mittleren Brückenpfeiler steht auf der Flussunterseite in einer Pfeilerkanzel mit Blickrichtung nach Osten eine Statue des Heiligen Johannes Nepomuk, der schon auf der Vorgängerbrücke stand. Das Original befindet sich in der Aussegnungshalle des örtlichen Friedhofs. Auf der Brücke steht lediglich eine Kopie des Heiligen. Bei der Weinlese im Herbst bekommt der Brückenheilige von den einheimischen Häckern die erste und schönste Traube um den Hals gehängt.

Technische Daten

Die etwa 54 Meter lange gemauerte Steinbogenbrücke liegt in Süd-Nord-Richtung und hat sechs Kreissegmentbogen mit Radien von (3.47 m - 6.94 m - 8.47 m - 8.32 m - 7.40 m - 4.64 m) auf. Die Breite der Brückenpfeiler differiert zwischen 3,30 Meter am ersten und 2,20 Meter am zweiten Pfeiler. Die Höhe der Brücke beträgt in der Mitte maximal 5 Meter über der Tauber. Die Brücke wurde in Bruchsteinmauerwerk aus Muschelkalk gefertigt. Die geringste Breite der Fahrbahn beträgt 3,35 Meter am rechten Brückenende. Die gemauerten Brüstungen sind zwischen 70 und 90 Zentimeter hoch und etwa 50 Zentimeter breit.

Siehe auch

Quellen

Weblinks

Kartenausschnitt

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