Mönchshof (Sommerhausen)

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Mönchshof

Der Mönchshof ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Marktgemeinde Sommerhausen.

Standort

Der Mönchshof befindet sich in gleichnamiger Straße Mönchshof im Anwesen Nr. 7

Geschichte

Das Gebäude wurde erstmals, gemeinsam mit dem Hof Zum Baumgarten in Würzburg, urkundlich erwähnt wird die so genannte Acquisition des Zistzerzienserklosters Heilsbronn/Mfr. in der päpstlichen Bestätigungsbulle von 1141. Ursprünglich war der Sitz der Propstei Heilsbronn in Sommerhausen, durch das starke Anwachsen des Besitzes erfolgte dann die Verlagerung nach Randersacker.

Die Besitzungen verwaltete ein Heilsbronner Mönch, welcher stabil in Sommerhausen wohnte und dort eine eigene Kapelle mit den erforderlichen Paramenten hatte. Er führte die Namen „Magister, Verwalter, Provisor Ahusen“, sein Verwaltungsbezirk hieß „Officium Ahusen“. Die Einkünfte in Sommerhausen bestanden in Weingülten, Handlohnen und in dem Ertrag eines selbst bewirtschafteten Hofes mit Weinbergen und Äckern auf der Höhe oberhalb des Ortes, der 1322 vom Nonnenkloster in Kitzingen an das Kloster Heilsbronn verkauft wurde. Durch Kauf erwarb das Kloster ein Haus nebst Scheune und Kelter im Ort. Das Haus wurde vermietet mit Vorbehalt der Herberge für Heilsbronner Mönche, die nach Winterhausen abgeordnet wurden.

Nach der Reformation in der Grafschaft Limpurg-Speckfeld ab 1542 war es wirtschaftlich schwieriger, den Betrieb zu erhalten, da Reichserbschenk Götz von Limpurg seinen Untertanen gebot: „den München oder Pfaffen nichts abzureichen.“ Lediglich neun Morgen Weinberge, die das Kloster in eigener Regie bewirtschaftete, brachten noch Einnahmen. 1578 wurde die Zisterze Heilsbronn aufgelöst, das Kloster ging an die Markgrafschaft Ansbach und die Zisterzienser wurden aus Sommerhausen abgezogen.

Baubeschreibung

Haupteingang

Wohngebäude, Zweigeschossiger, verputzter Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoss, bezeichnet „1666“.

Heutige Nutzung

Heute wird das historische Gebäude von einem Weinbaubetrieb mit Brennerei und Gästehaus genutzt.

Siehe auch

Quelle

Literatur

  • Herbert Kempf, Randersacker und das Zisterzienserkloster Heilsbronn Onlinefassung

Weblinks

Kartenausschnitt

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