Stierbändiger (Kleinochsenfurt)

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„Der Stierbändiger“ an der Neuen Mainbrücke in Ochsenfurt (Ansicht von Osten)
„Der Stierbändiger“ an der Neuen Mainbrücke in Ochsenfurt (Ansicht von Westen)

Der Stierbändiger ist eine freistehende Steinfigur am Mainufer im Ochsenfurter Stadtteil Kleinochsenfurt.

Standort

Die Skulptur steht - in nord-südlicher Ausrichtung - westlich der Neuen Mainbrücke am Nordufer des Mains.

Geschichte und Beschreibung

Der Mann auf dem wilden Stier symbolisiert die allegorische Darstellung der Kraft. Als Gegenstück war eine Frau auf einem Pferd geplant, welche die Freude darstellen sollte. Von ihr ist lediglich der Kopf fertiggestellt worden. Dieser steht heute auf einem Sockel neben der Südtangente vor dem Schaufenster des Steinwerkes Kraemer und Hofmann.

Das Steinbild aus Frickenhäuser Muschelkalk hat eine Höhe von etwa vier Metern und wurde im Ochsenfurter Steinwerk Lorenz Kraemer unter Mithilfe der dortigen Arbeiter realisiert. Die Vorlage dazu bildete ein Gipsmodell im Maßstab 1:2. Jahrelang lagerten die Teile ab 1939 im Natursteinwerk. Beim Bau der Neuen Mainbrücke im Jahre 1954 erinnerte man sich wieder an die eingelagerten Steinquader.

Künstler

Der Entwurf stammt aus dem Jahre 1938 vom Bad Godesberger Kunstprofessor Willy Meller [1] und war ursprünglich für das Seebad Prora auf Rügen vorgesehen. Der Stier sollte aus dem Wasser eines riesigen Schwimmbeckens aufsteigen, deshalb wurde sein Hinterteil nicht vollständig ausgeführt. Die Bauarbeiten an der Ferienanlage wurden nach Kriegsbeginn eingestellt. Meller gilt als einer der bekanntesten Bildhauer während des Dritten Reichs. Seine Arbeiten wurden von den Nazis als „Gebilde griechisch-germanischer Kunst“ gerühmt. Gefertigt wurde das Kunstwerk durch den Ochsenfurter Bildhauer Wilhelm Ax.

Siehe auch

Quellen

Weblinks

Erläuterungen und Hinweise

  1. Willy Meller (* 4. März 1887 in Köln; † 12. Februar 1974 in Rodenkirchen-Weiß; vollständiger Name: Jakob Wilhelm Meller) war ein deutscher Bildhauer. Bekanntheit erlangte er durch seine Arbeiten mit dem Architekten Clemens Klotz zur Zeit des Nationalsozialismus, unter anderem für das Olympiastadion Berlin, die NS-Ordensburg Vogelsang und die NS-Ordensburg Krössinsee. Weitere Informationen bei Wikipedia [1].

Kartenausschnitt

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