Kriegerdenkmal (Hopferstadt)

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Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege im Friedhof von Hopferstadt

Das Kriegerdenkmal ist eine Gedenkstätte für die Gefallenen beider Weltkriege im Ochsenfurter Stadtteil Hopferstadt.

Standort

Das Denkmal steht an der nördlichen Friedhofsmauer im örtlichen Friedhof.

Geschichte

Treibende Kraft für die Aufstellung des Kriegerdenkmals war der 1896 gegründete Krieger- und Militärverein Hopferstadt (seit 1958 Soldaten- und Kameradschaftsverein Hopferstadt), der sich die Bewahrung des Andenkens der aus dem Ort stammenden verstorbenen und vermissten Soldaten zur Aufgabe gemacht hat. [1] So setzte sich der Verein nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Hopferstadt dafür ein, dass für die in diesem Krieg gefallenen Soldaten aus der Gemeinde ein Gedenkstein errichtet wurde. Das schließlich im Jahre 1929 im Friedhof aufgestellte Denkmal wurde dann auch aus Mitteln der beiden Vereine finanziert. [2]

Zum Andenken an die im Zweiten Weltkrieg umgekommenen und vermissten Soldaten aus dem Ort ließ der Hopferstadter Gemeinderat im Frühjahr (März-April) 1948 das bestehende Kriegerdenkmal von 1920 um zwei Steinflügel erweitern, auf denen die Namen der Betroffenen eingemeißelt sind. Außerdem wurde der Platz vor dem Gedächtnisstein neu bepflanzt und zu einer kleinen Gedenkstätte umgestaltet.

Baubeschreibung

„Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ist eine Christusbüste, die einen Soldaten segnet, über Postament mit Namen der Gefallenen aus der Zeit um 1920.“

Aufbau

Kriegerdenkmal

Das Denkmal ist ein Gedenkstein aus Muschelkalk für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs mit einer Dreiviertelplastik einer Christusbüste, die einen am Boden sitzenden, erschöpften Soldaten tröstet, als oberem Abschluss. Darunter Inschrift: Vom Krieger-Militärverein und der Freiw. Feuerwehr Hopferstadt ihren gefallenen Kameraden 1914-1918. Darunter befindet sich ein Kriegerkreuz und die Jahreszahlen 1914 bis 1917 sowie die Namen der in diesen Kriegsjahren aus Hopferstadt stammenden, getöteten Soldaten. Unter den Namen der Gefallenen ist auf einem kleinen Sockel ein Stahlhelm mit Koppelschloss eines Soldaten herausgearbeitet. An den Gedenkstein sind links und rechts zwei weitere Namenssteine für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs angefügt. Der Soldatengedenkstein wird auf beiden Seiten eingerahmt von Büschen. Auf dem Platz dazwischen ist ein aus Blumen gestaltetes Kreuz zu sehen.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Ochsenfurt, Nr. D-6-79-170-337
  • Hopferstadt - Ein Dorf im Ochsenfurter Gau. Hrsg.: Katholische Kirchenstiftung Hopferstadt, Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach 2006, S. 305, 322

Weblinks

Einzelnachweise und Hinweise

  1. Main-Post (Ausgabe Ochsenfurt) vom 15. Juli 1996 (100-jähriges Jubiläum des Soldaten- und Kameradschaftsvereins Hopferstadt)
  2. Schöpfer des Kriegerdenkmals war der Gelchsheimer Bildhauer Karl Albert.

Kartenausschnitt

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