Hof zum Heubarn

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Hof zum Heubarn
Innenhof
Sanderstraße 7 (1967)

Der Hof zum Heubarn (auch: Hof zu Ellringen oder Schropp'sches Haus) ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Sanderstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebäude wurde vom fürstbischöflichen Oberkriegskommissar Roman Urban Schropp in Auftrag gegeben. Das Haus gehört zur ersten Generation von repräsentativven Wohngebäuden, die nach den Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges an der Jahrhundertwende zum 18. Jahrhundert errichtet wurden.

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Heubarn bestand aus zwei oder drei etagenartig angeordneten Ebenen in Hausdächern. Futter- und Kornvorräte wurden durch Öffnungen im Boden mit Hilfe von Lotterrädern hochgezogen und dort gelagert. [1] Offenbar wurde das Gebäude wegen des Dachaufbaus als Adelshof der Familie von Seinsheim genutzt, die in Ellringen [2] das Zehntrecht ausübte um im Haus Naturalabgaben einzulagern.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Der dreigeschossiger traufständiger Mansarddachbau mit Durchfahrt zum Innenhof wurde nach Plänen von Joseph Greising zwischen 1712 und 1714 errichtet. Das Vorderhaus mit seiner prächtigen Straßenfassade wurde 1712/13, der Hofflügel bis 1714 vollendet. [3] Das Gebäude hat eine reiche Sandsteingliederung mit Balkon und Atlantenträger im Barockstil. Das Gartenportal verfügt über zwei spiegelsymmetrische durchfensterte Wandscheiben mit Sandsteingliederung; es wurde seinen Formen nach offensichtlich im Zuge des Hausbaus ebenfalls von Greising entworfen und errichtet. Das schmiedeeiserne Gitter stammt von Nikolaus Neeb aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Das Wohn- und Geschäftshaus wird im Erd- und Kellergeschoss durch mehrere Gastronomiebetriebe genutzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Hinweise[Bearbeiten]

  1. Heubarn auf albverein-betzingen.de
  2. Mit Ellringen ist Ellrichshausen gemeint, das seit der am 1. Januar 1974 in Kraft getretenen Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg zu Satteldorf im Landkreis Schwäbisch Hall gehört.
  3. Stadtarchiv Würzburg, Oberratsprotokolle, Bd. 12, 1709-18, Jg. 1712, fol. 204 r+v, Sitzung vom 7. Juni 1712 (Baugenehmigung), Jg. 1713, fol. 272v-274r, Sitzung vom 28. November 1713 (Hauptgebäude errichtet, Innenausbau im Gange) und Jg. 1714, fol. 317r, Sitzung vom 28. September 1714 (Hofflügel im Bau).

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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