Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie

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Das Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist der Sponsor, da Künzelsauer Großunternehmen Adolf Würth.

Zielsetzung[Bearbeiten]

Das Zentrum dient der Sammlung von Zeitzeugnissen und der Erforschung der Geschichte der Psychologie. Aufgabe ist es, das Erbe der Wissenschaft und des Faches Psychologie zu bewahren, zu erschließen und damit der Erforschung zugänglich zu machen. Durch eine am Zentrum fest angestellte Restauratorin ist ein konservatorisch und restauratorisch professioneller Umgang mit den wertvollen Apparaten, Dokumenten, Film-, Bild- und Tonaufnahmen sowie Büchern gesichert.

Geschichte[Bearbeiten]

Domizil des Zentrums

Die Sammlung zur Geschichte der Psychologie wurde 1981 an der Universität Passau begründet. Im Jahre 2006 wurde durch die Zielvereinbarungen des Freistaates Bayern eine Umverlegung der Sammlung an die Universität Würzburg angestrebt. Ziel sollte hierbei das Bündeln von Stärken unterschiedlicher Universitätsstandorte sein. Das 1896 von Oswald Külpe begründete psychologische Institut der Universität ist das älteste in Bayern. Heute zählt es zu den erfolgreichsten in Deutschland. Die sogenannte Würzburger Schule der Denkpsychologie, die Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals den Versuch unternahm, Denkprozesse mit der psychologischen Methode der systematischen Selbstbeobachtung zu untersuchen, ist weltberühmt. Die Sammlung ist infolgedessen im Frühjahr 2009 in das historische Geologische Institut am Pleicherwall 1 eingezogen.

Ausstellungen[Bearbeiten]

Bis Dezember 2012 präsentierte sich das Zentrum mit der Ausstellung: Erste Schritte der experimentellen Psychologie, die von der Ausstellung Hermann von Helmholtz, einem Wegbereiter der wissenschaftlichen Psychologie gefolgt wurde. 2015 konnte die Ausstellung Carl Stumpf (1848–1936) und die Anfänge der Gestaltpsychologie der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Vorausgegangen war eine Schenkung des Nachlasses von Carl Stumpf an das Zentrum. Im Dezember 2017 eröffnete das Zentrum seine derzeit aktuelle Ausstellung Psychotechnik – eine junge Wissenschaft findet ihre Anwendung.

Besucherinformation[Bearbeiten]

Die Ausstellungen des Adolf-Würth-Zentrums sind nach Voranmeldungen zu den Öffnungszeiten zugänglich. In aller Regel werden die Besucher durch die Ausstellung geführt und erfahren so zusätzliche spannende Informationen. In allen bisherigen Ausstellungen gab es auch immer verschiedene historische Apparate oder Nachbauten, die man selbst ausprobieren konnte. So erhält man einen Eindruck darüber, wie die Pioniere des Fachs Psychologie einst geforscht oder getestet haben.

Exponate[Bearbeiten]

Die Sammlung enthält ca. 6500 Objekte, welche insbesondere die Entwicklung der Psychologie im 19. Jahrhundert dokumentiert.

  • historische Literaturbestände
  • Nachlässe bedeutender Psychologen, beispielsweise von Karl Marbe
  • historische Apparate- und Instrumentensammlung
  • ein Testarchiv und eine wehrpsychologische Sammlung
  • historische Ton- und Filmdokumente

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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