Überleitstelle Neuberg

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Die Überleitstelle Neuberg ist, genau wie alle anderen Überleitstellen eine bahntechnische Besonderheit der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg.

Lage[Bearbeiten]

Vor dem Südportal des Neubergtunnels bzw. innerhalb desselben.

Ausführung[Bearbeiten]

Die Überleitstelle besteht aus je zwei versetzt liegenden Weichen mit großem Bogenradius im Bereich der Weichenzungen. Die jeweils abzweigenden Gleisäste sind gegeneinander verbunden.

Technische Bedeutung[Bearbeiten]

Die Verkehrsvorschriften des Eisenbahn-Bundesamtes sehen vor, dass in Deutschland auf zweigleisigen Bahnstrecken das Rechtsfahrgebot besteht. Da aber die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg im Abschnitt Fulda bis Würzburg zum großen Teil in Tunnels verläuft und Strecken im Berg wartungsintensiver und reparaturanfälliger sind als Gleise im Freien, wurde die Strecke signaltechnisch so ausgerüstet, dass Züge jeweils in beiden Richtungen (also auch links) fahren können, um gegebenenfalls ein Gleis für Reparaturarbeiten sperren zu können. Um dies auch realisieren zu können, braucht es etwa alle 10 bis 20 km sogenannte „Überleitstellen“ wo die Züge ohne spürbar abbremsen zu müssen, die Gleisseite wechseln können. Die Überleitstelle Neuberg ist die südlichste dieser bahntechnischen Wechselstellen.

Im Notfall können dadurch die beiden Rettungszüge (stationiert im Bahnbetriebswerk Würzburg und in Fulda) zu einer möglichen Kollision oder Brand unter Tage an den Ort des Geschehens herangeführt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]