Straßenmusikfestival

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Straßenmusikfestival (STRAMU)
Jan Wittmer in der Schönbornstraße
Äl Jawala 2011 in der Schönbornstraße

Das Straßenmusikfestival (kurz STRAMU genannt) ist Europas größtes bühnenfreies Straßenmusikfestival, bei dem an 23 Schauplätzen verschiedene regionale wie internationale Künstler auftreten. Das STRAMU findet jährlich in Form eines gekennzeichneten Rundweges in der Altstadt statt. So gibt es auf kurzen Distanzen Jongleure, Schwertkämpfer, Artisten, Feuerkünstler, Tänzer, Musiker sowie ein Comedy- und Kinderprogramm.

Entwicklung[Bearbeiten]

Das STRAMU fand im Jahr 2004 anlässlich des Stadtjubiläums am 26. und 27. Juni das erste Mal statt. 300 Beteiligte aus Deutschland, Belgien, Weißrussland, Kongo, Schweiz, Österreich und Amerika zählte das erste Straßenmusikfestival, das damals noch unter dem Namen MainPOP-Straßenmusikfestival ausgerichtet wurde. Die Veranstaltung verband damals das Bahnhofsfest mit dem Feuerzauber an bzw. auf dem Main - das Dutzend Stationen war deshalb noch nicht als Rundweg angeordnet. Gerade einmal 5.000 Euro standen dem Veranstalter beim ersten STRAMU zur Verfügung um den Künstlern und Musikern die Anfahrt, das Essen und die Unterkünfte zu bezahlen, die wiederum keine Gage erhielten. Trotz eines Defizits von 500 Euro sollte das Fest im darauffolgenden Jahr wieder stattfinden.

Sprichwörtlich ins Wasser fiel das Festival im Jahr 2005: Zum zweiten STRAMU gab es Dauerregen und mieses Wetter. Erschwerend hinzu kam, dass viele Künstler aufgrund der Witterung überhaupt nicht erst kamen und so das Programm regelmäßig umgestellt werden musste. Die Besucherzahlen waren dem Wetter entsprechend - das Fazit war trotz widriger Umstände teils auch positiv. Dafür lief es 2006 umso besser, obwohl in dem WM-Jahr nur 150 Künstler eingeladen werden konnten.

2007 waren es wieder 300 Künstler auf den Plätzen der Altstadt. In diesem Jahr wurde erstmals der Nachwuchspreis ausgelobt, den die Sparda-Bank mit 1.500 Euro dotierte. Auf 15 Plätzen wurde das STRAMU zu dieser Zeit ausgerichtet - alle natürlich ohne Bühne. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Musikfestival immer mehr zu einem Publikumsmagnet. Unterstützung gab es vor allem durch die Sparda-Bank, die auch gegenwärtig noch ein Hauptsponsor der Veranstaltung ist.

Um den langfristigen Erhalt zu sichern wurde am 14. Juli 2009 der Förderverein STRAMU e.V. gegründet. Dieser unterstützt das STRAMU seitdem finanziell und organisatorisch. Im selben Jahr wuchs auch die Zahl der Plätze, auf denen die Darbietungen stattfanden: 20 Plätze gab es 2009. Vieles erleichterte sich für die Veranstalter im Laufe der Zeit: Die DB Regio ermöglicht den Künstlern aus der Region nun eine kostenlose Anreise.

2010 und 2011 zählte das STRAMU über 300 Beteiligte, ein Jahr später waren es über 350. 2012 wurde mit 80.000 Besuchern ein Besucherrekord aufgestellt,[1] der im Jahr 2013 nochmals überboten wurde: 100.000 Besucher kamen zum 10. Straßenmusikfestival in die Mainfrankenmetropole.

Neu hinzugekommen ist 2012 das Freiufer: Entlang der Promenade am Mainkai und an ausgewählten Plätzen in der Altstadt können hierbei kurzentschlossene Künstler auftreten, da dort Anmeldungen noch am gleichen Tag möglich sind. Dadurch soll der Uferbereich des Mains ins STRAMU mit einbezogen werden und Freiraum für mehr Spontanität gegeben werden. Eine kurze Anmeldung ist direkt am Tag des gewünschten Auftritts am Freiufer ab 10 Uhr möglich und erforderlich.

Termin des 14. Straßenmusikfestivals 2017[Bearbeiten]

Das STRAMU findet regelmäßig am letzten Wochenende der bayerischen Sommerferien statt. Im Jahr 2017 ist das STRAMU vom 8. bis 10. September, Freitag (Aufwärmtag) von 15.00 - 23.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 12.00 - 22.00 Uhr.veraltet

STRAMU-App[Bearbeiten]

Die STRAMU-Applikation für Smartphones bietet den aktuellen Spielplan auf allen Schauplätzen und darüber hinaus nützliche Funktionen wie den Merkzettel, Schauplatzsuche in der Nähe sowie Parkplatzsuche und Wettervorhersage. Die App ist im App Store erhältlich.

Straßenmusik in Würzburg allgemein[Bearbeiten]

In den Sommermonaten gibt der Fachbereich allgemeine Bürgerdienste des Kommunal- und Umweltreferates der Stadt Würzburg lediglich fünf Straßenmusiklizenzen pro Tag aus. Diese Genehmigungen sind gebührenpflichtig und machen den Straßenmusikern zur Auflage, den Standort der Musikdarbietungen nach einer festgelegten Zeit zu wechseln. Im Gegensatz zur Landeshauptstadt München wird das Können der Künstler von Amts wegen im Vorfeld nicht abgeprüft und auch die Standplätze sind nicht eindeutig als solche markiert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen / Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Main-Post: „Rekord: 80.000 Besucher beim Straßenmusikfestival“ (9. September 2012)