Ortsbefestigung Winterhausen

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Ehemalige Ortsbefestigung am Bucksweg

Die Ortsbefestigung Winterhausen bot ab dem Spätmittelalter Schutz des Marktes Winterhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Winterhausen erhielt seine Befestigungsmauer im späten 15. bzw. frühen 16. Jahrhundert. Diese stand in enger Verbindung mit dem gegenüberliegenden Sommerhausen. Beide Orte erhielten Befestigungen mit Mauerring, Mauertürmen, Graben und je drei Toren. Die ehemalige Ortsbefestigung war eine quadratische Anlage, die um das Ortsgebiet herum führte und im 15. Jahrhundert mit Bruchsteinmauerwerk erbaut wurde. Sieben Schalentürme sind heute noch erhalten. An der Mainseite war der Ortsmauer ein Hochwasserwall vorgelagert.

Begrenzung[Bearbeiten]

Die Ortsmauer wurde begenzt durch den Kirchhof im Westen, nach Süden durch die Alte Brückenstraße und im Osten durch den Fährweg.

Rundgang[Bearbeiten]

Von der Wehrmauer und die Nikolauskirche zieht sich die Ortsbefestiung über die Gasse Kirchberg hinunter zur Hauptstraße und passiert dabei den „Mondplatz“ mit Skulpturen des Winterhäuser Bildhauers Thomas Reuter. Der Standort des ehemaligen „Kühtors“ am nördlichen Ortsausgang sowie der nördliche Verlauf der Wehrmauer entlang des Brückenrains lassen sich nur noch erahnen. Durch den Bau der Mainbrücke Sommerhausen-Winterhausen und die damit verbundene Straßenführung wurde hier der ehemaligen Ortsgrabenbereich überbaut.

An der Mainseite zeugt der begehbare Hochwasserwall des Grabenrains von der einstigen Ortsbefestigung. Der ehemalige Dorfgraben wird heute als Gartenland genutzt. Dahinter sind Reste der Dorfmauer und von Schalentürmen sowie in Häusern verbaute Abschnitte der einstigen Ortsbefestigung gut erkennbar. Am unteren Ende der Maingasse stand das „Maintor“. Der Hochwasserdamm ist mit einem verschließbaren Zugang zur Maingasse versehen. Die Nuten zum Einschieben der Dammhölzer sind noch vorhanden.

Folgt man dem Grabenrain oberhalb der Fährwegs, sieht man hinter den Gärten wieder die Dorfmauer mit einem Eckturm und kann dann nach rechts in den kleinen Weg innerhalb der Dorfmauer, den Dözel, abbiegen. Hier sind noch die Reste von zwei Schalentürmen erhalten. An der Hauptstraße angelangt, passiert man dort die Stelle des früheren dritten Tores, dem Buckstor, und steigt dann den Bucksweg hinauf. Vorbei an einem Halbrund eines weiteren Schalenturms gelangt man wieder zum Kirchberg.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]