Friedenstraße

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Friedenstraße  

Stadtbezirk: Sanderau
Postleitzahl: 97072


Blick vom Fußgängerweg zur Felix-Dahn-Straße auf die stadteinwärts führende Friedenstraße
Haus Friedenstraße 5 (früher das „Heim katholischer Missionsärztinnen“): Wohnhaus mit reicher Neurenaissance-Gliederung, um 1885/90
Haus Friedenstraße 6
Stadtblick von der Friedenstraße

Die Friedenstraße ist eine Hauptverbindungsstraße zwischen dem Stadtbezirk Sanderau und dem Ringpark.

Straßenverlauf[Bearbeiten]

Die Friedenstraße verläuft stadtauswärts vom Friedrich-Ebert-Ring bis zur Felix-Dahn-Straße, mit der sie durch einen Fußgängerweg verbunden ist.

Namensgeber[Bearbeiten]

Früher vor dem Göbelslehen. Dieser Name stammt von der dortigen Feldlage und heißt eigentlich nach einer Urkunde von 1212 Gebenslehen. Friedensstraße wurde die Straße in Erinnerung an den Frankfurter Frieden [2], d.h. den am 10. Mai 1871 zwischen Deutschland und Frankreich von Bismarck und Jule Favre unterzeichneten Friedensvertrag, dessen Ratifikationen am 20. Mai 1871 ausgetauscht wurden und der den Krieg zwischen Deutschland und Frankreich beendete, benannt. [1] [2]

Besondere Merkmale[Bearbeiten]

  • Die Friedenstraße verläuft als Stichstraße zwischen Neubergstraße und Felix-Dahn-Straße.
  • Straße verfügt über eine große Straßenkreuzung mit Ampelanlage im Bereich Zeppelin-/Sieboldstraße.
  • Weitere Ampelkreuzung bei Querung der Franz-Ludwig-Straße.

Unternehmen[Bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Adalberokirche, Südbahnhof/LVA


Stolpersteine[Bearbeiten]

In der Friedenstraße wurden die folgenden Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an/Historische Notizen Verlegejahr
Friedenstraße 19b Für Lea Lehmann / deportiert am 23. September 1942 nach Theresienstadt und dort am 10. Oktober 1942 ermordet.  2012
Friedenstraße 22 Für Selma Flörsheimer / geb. Strauss, deportiert am 23. September 1942 nach Theresienstadt, weiter am 18. Mai 1944 nach Auschwitz, ermordet vermutlich 1944 in Auschwitz.  2009
Friedenstraße 24 Für Ferdinand und Getta Steinhardt
Ferdinand: deportiert am 23. September 1942 nach Theresienstadt, ermordet am 26. Oktober 1943 in Theresienstadt.
Getta: geb. Sommer, deportiert am 23. September 1942 nach Theresienstadt, ermordet am 10. März 1944 in Theresienstadt.
 2009
Friedenstraße 25 Für Rudolf Hornung / Nach der Räumung der Heil- und Pflegeanstalt Werneck im Oktober 1940, kam er mit weiteren Patienten am 5. Oktober 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Lohr. Bereits am 13. November 1940 transportierte man ihn mit hundert anderen Patienten in die Zwischenanstalt Weinsberg in Baden- Württemberg, von wo aus er am 10. Dezember 1940 nach Grafeneck gebracht und noch am selben Tag ermordet wurde.  2016
Friedenstraße 25 Für Ruth Leyrer / Ruth litt bereits seit ihrer Geburt an einem Nervenleiden. Nachdem sie in verschiedenen Anstalten war, erfolgte am 9. Mai 1940 der Transport Ruths in die Tötungsanstalt Brandenburg im alten Zuchthaus, wo sie noch am selben Tag ermordet wurde.  2016
Friedenstraße 26 Für Dr. Klara Oppenheimer / deportiert am 23. September 1942 nach Theresienstadt und dort am 17. Mai 1943 ermordet.  2006
Friedenstraße 36 Für Charlotte und Helene Abraham
Charlotte: deportiert am 23. September 1942 nach Theresienstadt, ermordet am 13. Oktober 1942 in Theresienstadt.
Helene: deportiert am 23. September 1942 nach Theresienstadt, ermordet am 20. Oktober 1942 in Theresienstadt.
 2008
Friedenstraße 44 Für Louise Schwerin / deportiert am 23. März 1942 nach Izbica und vermutlich wenig später im Raum Lublin ermordet.  2012

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 153
  2. Siehe Stadtplan 1905 und/oder Würzburger Straßenverzeichnis 1946/1947 (S. 101 ff.) [1]

Angrenzende Straßen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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