Eduard Selling

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Prof. Dr. Eduard Selling (* 5. November 1834 in Ansbach; † 31. Januar 1920 in München) war Mathematiker, Konstrukteur von Rechenmaschinen und Professor an der Universität Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Selling studierte Mathematik in Göttingen und München, wo er 1859 promovierte.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1860 wurde er zum außerordentlichemr Professor für Mathematik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vom bayerischen Kultusminister ernannt. Er lehrte auch Astronomie und wurde 1879 Konservator der astronomischen Anstalt. Er befasste er sich ab 1877 mit Versicherungswesen, unter anderem für die Neuordnung der Pensionen im Königreich Bayern. Sein 1891 gestellter Antrag auf Beförderung zum ordentlichen Professor wurde, da er sich nicht mit Geometrie befasst habe und keine erfolgreiche Lehrtätigkeit vorzuweisen gehabt hätte, abgelehnt. 1906 wurde er emeritiert.

Erfindung[Bearbeiten]

Er baute Multipliziermaschinen nach dem Modell der Nürnberger Schere, die er 1886 patentieren ließ, 1887 der Öffentlichkeit vorstellte und dafür 1893 einen Preis auf der Weltausstellung in Chicago erhielt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Hans-Joachim Vollrath: Über die Berufung von Aurel Voss auf den Lehrstuhl für Mathematik in Würzburg. in: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen, Band 11, 1993, S. 133–151, hier: S. 133 und 145 f. (Eduard Sellings Antrag)
  • Stephan Weiss: Die Multiplikationsmaschinen von Selling. Würzburg 2008

Weblinks[Bearbeiten]