Zum Brückenbäck

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Begriffsklärung.png Informationen über den heutigen Gastronomiebetrieb finden sich unter Caféhaus Brückenbäck.

Weinhaus „Zum Brückenbäck“

Das Weinhaus Zum Brückenbäck war ein bis zum Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 bestehendes beliebtes Studentenlokal an der Mainbrücke 7 und 9.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die beiden rechtsmainischen Häuser aus dem Jahre 1706 mit der Adresse Mainbrücke 7 und 9 waren im 19. Jahrhundert zum „Brückenbäck“ vereinigt worden. Beide Häuser zeigten unter den Fensterbänken einen kräftigen Stuck. Beim Haus Nr. 7 stand am mittleren Fensterstock der Jesusknabe mit der Weltkugel, links und rechts von den beiden Doppelfenstern der heilige Joseph und die Gottesmutter Maria. Der Stock darüber zeigte in der Mitte ein Medaillon mit Gottvater über der Taube des heiligen Geistes, der auf den Jesusknaben blickt. Am Haus Nr. 9 war inmitten des ersten Obergeschosses ein Rebstock mit einer mächtigen Traube eingefügt.

Die Wände im Innern des beliebten Studentenlokals waren mit zahlreichen studentischen Bildern, Scherenschnitten und Erinnerungsstücken geschmückt.

Bis zur Zerstörung am 16. März 1945 war das Weinhaus „Zum Brückenbäck“ Treffpunkt des Seniorenkonvents der fünf Würzburger Corps. Der Verleger und Schriftsteller Alfred Richard Meyer, der an der Universität Würzburg Jura studiert hatte und dem Corps Nassovia Würzburg angehörte, schrieb im Jahre 1911 unter dem Pseudonym Munkepunke „Würzburg im Taumel. Arabesken.“:

„Wie ist der Abend goldig heiter
Brückenbäck, Stachel und Himmelsleiter
reichen uns feurigen Most und heurigen Wein.
Doch der Römer sei niemals zu klein
und die blonde Schenkin sei auch nicht zu alt,
wie die Bocksbeutel rund und doch nicht so kalt.“

Aus: Alfred Richard Meyer: Würzburg im Taumel. Arabesken. Alfred Richard Meyer-Verlag, Berlin-Wilmersdorf 1911.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Heliane Keller (Enkelin von Alfred Richard Meyer).

© Alle Rechte liegen bei Heliane Keller!

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Werner Dettelbacher: Zu Gast im alten Würzburg. Heinrich Hugendubel Verlag, München 1993, S. 129
  • Jörg Lusin: Würzburg, wie es früher war. Band 1, Mainpresse Zeitungsverlagsgesellschaft mbH & Co., Würzburg 1999, S. 8 f.

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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