Zuckersusi

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Zuckersusi

Zuckersusi ist der Spitzname der Lokalbahnlokomotive 98 727, die als letzte Dampflokomotive auf der ehemaligen Gaubahn ihren Dienst tat.

Lokalbahneinsatz[Bearbeiten]

Die 98 727 wurde von der Maschinenfabrik J. A. Maffai aus München-Moosach durch die königlich-bayerische Staatseisenbahn unter der Nummer 2527 in Betrieb genommen und anschließend in Passau, dann in Plattling beheimatet. Von der Deutschen Reichsbahn 1925 übernommen, wurde sie als 98 727 bezeichnet. Nach vierzig Dienstjahren war sie dem Bahnbetriebswerk Landshut zugeteilt, wo sie im Zweiten Weltkrieg ausgemustert wurde.

Werkslokomotive[Bearbeiten]

Nach dem Verkauf an die Südzucker AG, Werk Regensburg erhielt sie ihren Spitznamen und tat bis 1971 als Werkslok Nr. 4 Dienst im Rangierbetrieb und erhielt einen neuen Kessel der Lokomotivfabrik Jung in Jungenthal, der nach den alten Zeichnungen hergestellt wurde.

Museumslokomotive[Bearbeiten]

Ausfahrt vom Bahnhof Sonderhofen

1972 erhielt der Museumsbahn e.V. in Darmstadt die Lok als Stiftung und von der Deutschen Museums-Eisenbahn wurde die sie wieder für den Streckeneinsatz hergerichtet. 1973 war sie auf einer Überführungsfahrt zum Dampfabschied auf der Gaubahn am 11. März 1973 unterwegs und bei den Jubiläumsparaden in Nürnberg 1985 anlässlich der Feier „150 Jahre Deutsche Eisenbahnen“ zog sie einen bayerischen Lokalbahnzug.

Vorläufiges Ende[Bearbeiten]

Zum 150-jährigen Firmenjubiläum von Krauss-Maffei nahm die Lok am 2. Oktober 1988 an einer Veranstaltung auf der Tegernseebahn teil, nach deren Abschluss die Lok im Bahnhof Schaftlach in einen Unfall verwickelt wurde. Dabei wurden einige funktionswichtige Teile der Lok stark beschädigt, so dass sie 1999 außer Betrieb gesetzt werden musste. Seit 2006 wird die Zuckersusi von Grund auf erneuert. Im Rahmen der Aufarbeitung wurde das Führerhaus der Lok komplett neu gebaut und im Frühjahr 2012 für die Kupferfeuerbüchse eine neue Rohrwand hergestellt, damit das „Maskottchen“ des Eisenbahnmuseums Darmstadt-Kranichstein bald wieder fahren kann.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Typ: Tenderlokomotive Bayerische BB II, Bauart Mallet
  • Hersteller: Maschinenfabrik J. A. Maffai, München-Moosach
  • Endabnahme: 18. Dezember 1903
  • Austauschkessel: Lokomotivfabrik Jung in Jungenthal, 1958
  • Achsfolge: B'B
  • Treibraddurchmesser: 1,006 m
  • Länge über Puffer: 10,04 m
  • Dienstgewicht: 42,6 t
  • Kohlenvorrat: 1,5 t
  • Wasservorrat: 4,3 m³
  • Leistung: 450 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
  • Ausmusterung Deutsche Reichsbahn: 3. Februar 1943

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]