Wohngebäude Thüngersheimer Straße 19 (Veitshöchheim)

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Wohngebäude in der Thüngersheimer Straße 19 in Veitshöchheim

Das Wohngebäude Thüngersheimer Straße 19 ist ein Baudenkmal in Veitshöchheim.

Lage

Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich in der Thüngersheimer Straße 19.

Name

Das Wohnhaus wird umgangssprachlich auch als Strausenhaus bezeichnet. Der Name geht auf die Familie Straus zurück, die bis 1937 in dem Haus lebte.

Geschichte

Das Wohngebäude wurde wohl in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Schmuhl Moises, einem Vorfahre der jüdischen Familie Straus, errichtet. Der Sohn Abraham, der sich später Straus nennt, erbte das Haus im Jahr 1790. Die Familie Straus, häufig auch in der Schreibung „Strauß“ zu finden, betrieb einen gut gehenden Holz- und Kohlenhandel. Viele Familienmitglieder zogen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Veitshöchheim weg. 1937 verkaufte Sali Straus, der in Erfurt lebte, für seinen kranken Vater Max das Haus an die Gemeinde. Das Haus beheimatete seitdem unterschiedliche Bewohner. 1984/1985 wurde das Wohnhaus mit Fördermitteln umfangreich saniert und für den sozialen Wohnungsbau herangezogen. Aus diesem Grund konnte es auch nicht für das ab Mitte der 1980er Jahre entstehende benachbarte Jüdische Kulturmuseum genutzt werden. Ab 2026 soll das Gebäude saniert werden.

Baubeschreibung

„Wohngebäude, zweigeschossiger, verputzter Mansardhalbwalmdachbau [1] über hohem Sockel, mit Sandsteingliederung, 18. Jahrhundert.“ Besonderheiten des Wohnhauses sind die Spuren einer Mesusa [2] am rechten Türgewände des Strausenhauses und ein im Gewölbekeller befindlicher, im Februar 2026 wiederentdeckter Hausbrunnen.

Bilder

Siehe auch

Quellen

Weblinks

Erläuterungen und Hinweise

  1. Wie beim Walmdach werden auch beim Halbwalmdach die Seitenwände des Hauses durch die abgeschrägte Dachfläche bestimmt. Der Giebel bleibt jedoch - wie beim Satteldach - erkennbar und kann weiterhin zur Beleuchtung des Dachraumes mit Tageslicht herangezogen werden - siehe Wikipedia: Walmdach.
  2. Eine kleine Schriftrolle, die in einer Schutzhülle am rechten Türpfosten jüdischer Wohnräume angebracht war - siehe Wikipedia: Mesusa

Kartenausschnitt

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