Rudolf von Pérignon

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Leutnant Rudolf von Pérignon, 1915

Rudolf Franz Xaver Ritter von Pérignon (* 29. Februar 1880 in Landstuhl/Pfalz; † 17. September 1959 in Pulling) war Diplom-Ingenieur, Militärbaumeister und Ministerialrat.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Pérignon besuchte zunächst die Lateinschule seiner Heimatstadt, absolvierte das Humanistische Gymnasium in Kaiserslautern und trat ins Bischöfliche Konvikt in Speyer ein. Er strebte ursprünglich das Priesteramt an, trat aber dann an die Technische Hochschule München über, die er als Diplom-Ingenieur und Prüfungsbester verließ.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1905 rückte Pérignon als Zeitsoldat beim 2. Pionier-Bataillon der Bayerischen Armee in Speyer ein. Aufgrund seiner Architektenausbildung berief man ihn 1907 ins Bayerische Militärbauresort nach Nürnberg, 1908 wurde er Militärbauinspektor in Würzburg und erhielt am 25. Januar 1910 den Dienstrang eines Leutnants der Reserve. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er zu den Pionieren reaktiviert und nahm an der Schlacht in Lothringen teil. Am 20. Mai 1918 wurde Perignon als Vorstand des Militärbauamtes München III in die Heimat versetzt und diente zuletzt als Hauptmann der Reserve beim Stab des Generals der Pioniere.

Ministerialrat in Berlin[Bearbeiten]

Nach Ausscheiden aus dem Armeedienst ernannte ihn Reichspräsident Friedrich Ebert am 20. August 1920 zum Ministerialrat im Reichsschatzministerium in Berlin. Aus diesem Amt schied er zum 1. Februar 1924 wieder aus und arbeitete fortan als selbstständiger Architekt. Im fortgeschrittenen Alter besuchte er nochmals die Technische Hochschule München und erwarb 1936 ein Diplom der Fachrichtung Landwirtschaftslehre. Danach betrieb er ein landwirtschaftliches Gut in Pulling bei Freising, wo er auch den Lebensabend verbrachte und starb.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Für seine Tapferkeit und die Konstruktion der den Erfolg bedingenden Angriffsstellung wurde ihm am 14. März 1915 der Militär-Max-Joseph-Orden verliehen, verbunden mit der Erhebung in den persönlichen Ritterstandn.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]