Richard Dietzel
Richard Dietzel (* 26. Juli 1891 in Oelsnitz/Vogtland; † 27. Mai 1962 in Würzburg) war Chemiker und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.
Leben und Wirken
Dietzel studierte ab 1911 Naturwissenschaften in Leipzig und Heidelberg. Von 1914 bis 1918 nahm er als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Nach der Promotion 1921 an der Universität Leipzig und der Habilitation 1924 an der Universität München war er dort außerordentlicher Professor. Von 1935 bis 1945 lehrte er als ordentlicher Professor am Institut für Angewandte Chemie der Universität Erlangen. 1937 trat er der NSDAP bei. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er aus politischen Gründen entlassen.
Politische Tätigkeit
Während der Weimarer Republik war Dietzel Mitglied im Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten. Der Stahlhelm wurde 1933 in die Sturmabteilung (SA) überführt und Dietzel wurde damit automatisch Mitglied der SA. Zum 1. Mai 1937 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 5.499.017). 1944/45 war er Gaudozentenbundführer des Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes in Franken.
Professor in Würzburg
Dietzel war von 1950 bis 1959 Professor für Pharmazie und Lebensmittelchemie an der Universität Würzburg.
Siehe auch
- Fakultät für Chemie und Pharmazie
- Ehemaliges Universitätsinstitut für Biochemie und anorganische Chemie
