Pietà Mönchshof (Randersacker)

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Restauriertes Original der Auwera-Pietà am Mönchshof
Abguss der Pietà am früheren Standort Würzburger Straße 30

Die Freifigur einer Pietà im Mönchshof in Randersacker wurde in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Werkstatt von Johann Georg Wolfgang van der Auwera geschaffen. Am früheren Standort in der Würzburger Straße befindet sich heute ein Abguss.

Standort[Bearbeiten]

Das restaurierte Original der Freifigur befindet sich unter dem Torbogen im Mönchshof. Der Abguss mit dem alten Sockel an der Würzburger Straße 30, Ortsausgang Richtung Würzburg, auf der Gartenmauer der dortigen Villa.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits Felix Mader erwähnt die Pietà in Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (1915) als „Bewegte Barockarbeit um 1700.“ Gesichert ist die Herkunft der Pietà aus der Auwera-Werkstatt. Herbert Haas schreibt sie auf Grund ihrer herausgehobenen künstlerischen Qualität Johann Georg Wolfgang van der Auwera zu, damit wäre die Entstehungszeit jedoch um 1750 anzusetzen.

Ursprünglich befand sich die Figur auf einer Gartenmauer in Würzburg am Hutten'schen Garten. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts kam sie in den Besitz von Wilhelm Statz, der sie in Randersacker vor seinem Gasthof Krone aufstellte.

Das Grundstück Würzburger Straße 30 war noch ein Weinberg, als Michael Ziegler es 1870 erwarb und darauf die heute noch erhaltene Jugendstilvilla errichtete. 1878 übernahm er die Pietà, ließ sie renovieren und auf seiner Gartenmauer aufrichten. Dabei entstand auch die Inschrift im Sockel. 1969 kam die Figur mit der Villa in den Besitz von Helmuth Röder. Die Sandsteinfiguren zeigten bereits starke Verwitterungsspuren und waren zudem durch einen Autounfall beschädigt. Im Zuge des Aufbaus des Steinhauermuseums wurde die Pietà dann von den Bergtheimer Bildhauern Tilmar und Karl Hornung restauriert und gleichzeitig ein Abguss erstellt. Das Original stellte Röder zur Platzierung am Mönchshof zur Verfügung, dafür wurde die Figurengruppe als Abguss wieder auf ihrem vormaligen Sockel angebracht.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die lebensgroße Vollplastik zeigt Maria mit dem Leichnam Christi auf dem Schoß. Rechts und links wurde jeweils ein Engel hinzugefügt. Die Figurengruppe besteht aus gelbem Sandstein.

Inschrift[Bearbeiten]

Am Sockel befindet sich folgende historische Inschrift:

Welche Thrauer, welcher Schmerz / wühlte durch der Jungfrau Herz, / als die Mutter gramerfüllt / den sie einstens hat gestillt, / ihren Sohn vom Kreuzesstamm, / todt in ihre Arme nahm.

Darunter ist zu lesen: Michael Ziegler / in Würzburg 1878.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • H. E. Popp: Die Randersackerer Orts- und Flurbildstöcke Hrsg.: Kath. Pfarramt (Pfarrarchiv) Randersacker, um 1990.

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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