Philipp Keller

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Philipp Keller (* 30. April 1868 in Würzburg; † 16. März 1948) war Cellist, Geigenbaumeister und Königlich-bayerischer Hoflieferant.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Zunächst studierte Keller ab 1921 Cello am Musikkonservatorium und erlernte bei Friedrich Meindl nebenbei die Grundbegriffe der Geigenbaukunst. Erfahrungen als Reparateur sammelte er noch als Cellist, an den Instrumenten seiner Orchester-Kollegen, und bildete sich durch intensives Literaturstudium und den Austausch mit wichtigen Meistern seiner Zeit stetig weiter. 1896 konnte er die Werkstatt Friedrich Meindls übernehmen und erwarb 1902 den Nachlass seines Meisterkollegen Karl Adam Hörlein. Keller arbeitete bis 1926 als Geigenbaumeister in Würzburg.

Arbeitsweise[Bearbeiten]

Er fertigte sowohl Stradivari-Repliken, als auch eigene Modelle, gestaltet nach den Vorgaben von Max Grossman. Kellers Instrumente sind eher flach gebaut, bringen einen großen vollen Ton hervor und sind goldgelb oder rotgold lackiert.

Hoflieferant[Bearbeiten]

Keller wurde am 7. März 1908 zum Hoflieferant am bayerischen Hofe ernannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Willibald Leo Freiherr von Lütgendorff, Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 2013, ISBN 978-5883425539, S. 248

Weblinks[Bearbeiten]