Michael Ignaz Schmidt

Michael Ignaz Schmidt (* 30. Januar 1736 in Arnstein; † 1. November 1794 in Wien) war Historiker, Theologe und Professor.
Leben und Wirken
Schmidt trat nach den Grundschuljahren in Arnstein in das von Jesuiten geleitete Gymnasium am Juliusspital in Würzburg ein und studierte an der Julius-Maximilians-Universität Theologie und Geschichte. Nach seiner Priesterweihe erteilte er während seiner Kaplansjahre in Hassfurt auch Religionsunterricht. Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim erkannte seine große Begabung und ernannte ihn zum Universitätsbibliothekar im Hochstift Würzburg.
Professor in Würzburg
Bereits 1773 erfolgte die Ernennung zum Professor für Reichsgeschichte und ein Jahr später die Ernennung zum Geistlichen Rat.
1778 erschienen die beiden ersten Bände seiner „Geschichte der Teutschen“, welche insgesamt elf Bände umfasste und unvollendet blieb. Dieses Werk machte Michael Ignaz Schmidt überregional bekannt. Die österreichische Kaiserin Maria Theresia wurde auf ihn aufmerksam und wollte ihn als Historiker nach Wien holen. Das scheiterte, da Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal nicht bereit war, in Würzburg auf Schmidt zu verzichten. Allerdings konnte er nicht verhindern, dass man den Geistlichen zu Studienzwecken nach Wien einlud, was schließlich doch zu seiner dauerhaften Übersiedlung führte. Schmidts Nachfolger in Würzburg wurde Christian Bönicke. Ab 1780 war Schmidt Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs in Wien.
Posthume Würdigung
In seinem Geburtsort Arnstein ist die Staatliche Realschule nach ihm benannt und seine Büste wurde in der Ruhmeshalle in München aufgestellt.
Siehe auch
Literatur
- Franz Oberthür: Michael Ignaz Schmidt’s des Geschichtsschreibers der Deutschen Lebens-Geschichte. Ein so wichtiger als reichhaltiger Beytrag zur Kulturgeschichte der Deutschen. Hahn, Hannover 1802.
Weblinks
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