Mantelsonntag

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Der Mantelsonntag geht zurück auf die 1930er Jahre und ist ein verkaufsoffener Sonntag, der traditionell am ersten Sonntag vor Allerheiligen stattfindet. Zeitgleich findet deshalb auch die Allerheiligenmesse (Häfelesmesse) auf dem Marktplatz statt.

Geschichte[Bearbeiten]

In früheren Zeiten wurde der Landbevölkerung, die wegen ihres landwirtschaftlichen Betriebs nicht während der Woche einkaufen konnten, an diesem Sonntag die Gelegenheit gegeben, ihre Winterkleidung zu kaufen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es in Würzburg vor allem vor Weihnachten mehrere verkaufsoffene Sonntage, da für viele der Samstag ein normaler Arbeitstag war. In den 1960er Jahren wurde das Angebot auf den 2. Sonntag der Kiliani-Messe im Juli und eben den Mantelsonntag, der 1. Sonntag der Allerheiligenmesse, gekürzt.

Anfang der 1980er Jahre kam in Würzburg von Seiten der Gewerkschaften Widerstand gegen die verkaufsoffenen Sonntage, mehrere Betriebsräte in großen Würzburger Firmen stimmten der Mehrarbeit nicht zu. Der Vorstand des Würzburger Einzelhandels beschloss im März 1982 einstimmig, die verkaufsoffenen Sonntage einzustellen.

Im September 1996 stimmte der Stadtrat auf eine Initiative der Würzburger Kleidergeschäfte und des Förderkreises „Würzburg macht Spaß“ hin mit 11:6 Stimmen einer Wiedereinführung des Mantelsonntags zu.

Weblinks[Bearbeiten]