Müller-Schiedmayer

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Schiedmayer & Söhne, Stuttgart, Grand Piano, Model 20 (1926-1930), Schiedmayer Logo

Die Firma Müller-Schiedmayer war ein Handwerksbetrieb zur Fertigung und Instandhaltung von Flügeln und Pianofortes in Würzburg.

Geschichte

Schiedmayer ist eine deutsche Instrumentenbauer-Dynastie, die ab dem 18. Jahrhundert als Hersteller von Tasteninstrumenten tätig war. Im Jahr 1874 eröffnete Erwin Müller-Schiedmayer (1848-1927), ein Enkel von J. L. Schiedmayer, in Würzburg seine Werkstatt. Erwin hatte seine Lehrjahre bei J. & P. Schiedmayer in Stuttgart und bei Steinway & Sons in New York verbracht. Sein Sohn, Erwin Müller-Schiedmayer junior (1898-1977), gründete 1923 in Würzburg eine größere Fertigungsstätte, die beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 zerstört wurde. In Zell a. Main setzte dieser dann noch bis 1968 die Fabrikation fort. [1] Mit dem Ende seiner Berufstätigkeit endete auch die Geschichte der Schiedmayers in Mainfranken. Das Unternehmen wurde 1968 an das Pianohaus Karl Lang, München, verkauft. Dieses wiederum wurde 2001 vom Steinway-Haus München übernommen.

Ehrungen und Auszeichnungen

Am 24. Februar 1892 erhielt die Firma für ihre mit moderner englischer Mechanik ausgestatteten und in viele Länder exportierten Klavierinstrumente den Titel Königlich-Bayerischer Hoffabrikant, ein Jahr später der Inhaber Erwin Müller-Schiedmayer den personenbezogenen Titel selbst.

Ende der Ära Schiedmayer

Im Jahre 2004 produzierten die deutschen Piano-Manufakturen Seiler in Kitzingen, Sauter und Steinberg sowie Hersteller aus Fernost Klaviere, die unter dem Namen Schiedmayer verkauft wurden. Vertrieben wurden die Instrumente von der Firma Schiedmayer GmbH in Wuppertal, die im Jahr 2006 Insolvenz angemeldet hat und mittlerweile erloschen ist.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Michael Günther: Instrumentenbau, in: Musikpraxis, Musikerziehung und musikalisches Gewerbe, bearbeitet von Ulrich Konrad, S. 229-239 in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 191-246, S. 232 f.
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