Lothar Franz von Schönborn

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Kurfürst Lothar Franz von Schönborn

Lothar Franz von Schönborn (* 4. Oktober 1655 in Steinheim am Main; † 30. Januar 1729 in Mainz) war Kanonikus am Dom zu Würzburg, später Fürstbischof von Bamberg 1693-1729, Kurfürst und Erzbischof von Mainz 1695-1729.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lothar Franz erhielt seine Ausbildung am Jesuitenkolleg in Aschaffenburg. Am 28. Juli 1665 wurde Lothar Franz Domizellar in Würzburg, 1667 in Bamberg. Domherr in Bamberg wurde er 1681 und in Würzburg 1683. Noch als Domherr ließ er Schloss Gaibach/Landkreis Kitzingen seit 1694 kunstvoll ausgestalten. Lothar Franz war der Onkel von Johann Philipp Franz von Schönborn.

Bischof in Bamberg und Mainz[Bearbeiten]

Im Jahr 1693 wurde er zum Bamberger Bischof gewählt. Er wurde 1695 gegen die kaiserliche Empfehlung zum Kurfürsten von Mainz gewählt. Kurz nach der Wahl zum Bischof in Mainz ließ er sich zum Priester und Bischof weihen. Als Reichserzkanzler und Kurfürst ging es ihm um den Erhalt des Reiches und dessen Verteidigung. Er wirkte 1707 bei der Konversion von Prinzessin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel zum katholischen Glauben mit und traute sie mit Kaiser Karl VI. Die Krönung von Kaiser Karl VI. am 22. Dezember 1711 im Frankfurter Dom bildete den Höhepunkt im Wirken von Lothar Franz. Für seine Treue erhielt er 100.000 Gulden, mit denen er 1711 den Bau des Schlosses Weißenstein in Pommersfelden begann.

Siehe auch[Bearbeiten]


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