Kalte Else (Eibelstadt)

Die Kalte Else ist eine Quelle in der Gemarkung der Stadt Eibelstadt. Es handelt sich zugleich um eine Biotopteilfläche.
Lage
Die Quelle befindet sich zwischen Eibelstadt und Sommerhausen oberhalb der Weinlage Eibelstadter Mönchsleite auf dem Altenberg auf 263 Meter Höhe. An der Quelle führt der „Weg im oberen Altenberg“ vorbei.
Name
Zur Namensherkunft gibt es verschiedene Deutungen: [1]
- Das altdeutsche Wort „Else“ weist auf eine feuchte, wasserreiche Gegend hin, in der Erlen wachsen.
- Der Name „Kalte Else“ könnte aber auch auf ein mythisches Wesen hinweisen, wie dies oft bei anderen Flüssen oder Quellen mit den Namensbestandteilen Else/Ilse der Fall ist. Schon in der mittelhochdeutschen Literatur kennt das Epos „Wolfdietrich“ eine „Raue Else“, die äußerlich ein hässliches, schuppiges und mit Moos bewachsenes Wasserweib gewesen war, unter dessen Schale sich jedoch eine wunderschöne Frau verbarg.
Beschreibung
Bei der Kalten Else handelt es sich um eine aus Muschelkalk-Blöcken gemauerte Quellfassung, die aufgrund des dichten Bewuchses aktuell nicht mehr bzw. nur sehr schwer zugänglich ist. Das Wasser wird durch die Weinberge in den Main geleitet. Die Quelle führt nur noch in sehr niederschlagsreichen Zeiten Wasser.
Biotop
Die 0,2 Hektar große Fläche rund um die Quellfassung ist seit dem 21. September 1997 als Biotopteilfläche 6226-0035-001 (TF 001) kartiert. Die Fläche umfasst naturnahe mesophile Gebüsche, insbesondere bestehend aus Schlehengebüsch (Schwarzdorn). Die Gebüsche sind wiederum von Weiden (Salix caprea, Salix viminalis) und mehreren landschaftsprägenden Hybridpappeln überstellt. [2]
Sage
Dem Quellwasser wurde in der Vergangenheit eine heilende Wirkung zugesagt, so soll dieses laut Überlieferungen besonders bei Augenleiden geholfen haben. Allerdings durfte es nicht vor der ersten Bittprozession getrunken werden. [1]
Trivia
Die Kalte Else ist Namensgeber für einen Secco aus entalkoholisiertem Wein aus Sommerhausen. [3]
Bilder
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Nödliche Gesamtansicht der Biotopfläche
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Südwestliche Gesamtansicht der Biotopfläche
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Detailaufnahme der Quellfassung
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Hybridpappeln
