Johann Jakob Wagner

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Prof. Dr. Johann Jakob Wagner (* 21. Januar 1775 in Ulm; † 22. November 1841 in Neu-Ulm) war Philosoph und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken

Wagner studierte zunächst Jura in Jena, wo er mit Fichte näher bekannt wurde, und Göttingen von 1795 bis 1797 wo er auch dessen philologische Seminare besuchte. Daneben betrieb er eifrig Philosophie und Staatswissenschaften. Im Juli 1797 wurde er an der philosophischen Fakultät in Göttingen promoviert. Aus finanziellen Gründen nahm er 1798 die Stelle eines Redakteurs der Handelszeitung in Nürnberg an. Nach der Heirat 1801 lebte er einige Jahre als Privatgelehrter in Salzburg, wo er Privatvorlesungen hielt und ging 1803 nach München, weil er sich einen größeren Wirkungskreis und regeren wissenschaftlichen Verkehr wünschte.

Professor in Würzburg

1803 wurde er zum außerordentlichen Professor der Philosophie an der Universität Würzburg ernannt, wo Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling lehrte, an dessen Naturphilosophie er sich in seinen philosophischen Schriften angeschlossen hatte, sich später aber mit ihm überwarf. Im Jahr 1809 wurde er auf Betreiben von Großherzog Ferdinand von Würzburg pensioniert und lebte zwischenzeitlich in Heidelberg als Privatdozent, bis er 1815, nachdem Würzburg wieder Teil des Königreichs Bayern geworden war, dorthin zurückgerufen wurde. 1834 wurde er emeritiert und nahm seinen Wohnsitz 1840 in Neu-Ulm.

Siehe auch

Quellen

  • Heinze, Max, "Wagner, Johann Jak." in: Allgemeine Deutsche Biographie 40 (1896), S. 510-515 Onlinefassung