Januarius Schwab
Januarius Schwab OSB (geboren als Georg Jakob Schwab) (* 4. Mai 1658 in Gerolzhofen; † 31. Mai 1742 in Münsterschwarzach) war Benediktinermönch und Abt in Münsterschwarzach.
Geistliche Laufbahn
Schwab schrieb sich 1686 an der Universität Würzburg, um ein Philosophiestudium zu beginnen. Dieses schloss er einige Jahre später mit dem Bakkalaureats ab. Zusätzlich hatte Schwab den philosophischen Doktorgrad erworben. Am 29. August 1690 trat er in die Abtei Münsterschwarzach ein und legte am 9. September 1691 seine Profeß ab. Am 7. März 1693 wurde er Subdiakon, am 19. Dezember 1693 Diakon. Seine Priesterweihe fand am 18. Dezember 1694 statt. Die folgenden beiden Jahre widmete er der Vertiefung seiner Studien an der Würzburger Universität, wobei er sich theologische und kirchenrechtliche Fragestellungen konzentrierte. Im Jahr 1698 ist Schwab als Novizenmeister beurkundet, danach war er von 1699 bis 1700 Subprior und anschließend neun Jahre lang Kanzleidirektor der Abtei. 1709 wurde er Prior des Klosters, bis er 1714 die Pfarrei Stadelschwarzach als Ortspfarrer übernahm.
Abt in Münsterschwarzach
Nach dem Tod seines Amtsvorgängers wurde er am 1. April 1717 zum 65. Abt von Kloster Münsterschwarzach gewählt. Seine Benediktion empfing am 11. Juli 1717 durch den Würzburger Weihbischof Johann Bernhard Mayer unter Assistenz dreier Würzburger Äbte.
1718 begann Joseph Greissing mit der Planung für eine neue Klosterkirche. Kurz darauf, am 8. März 1718 riss man die alte Egbert-Basilika nieder. Nach Greisings Tod 1721 übernahm Balthasar Neumann die Umsetzung des Plans. Am 17. Juni 1727 fand die Grundsteinlegung für die neue Abteikirche statt, bei der Fürstbischof Christoph Franz von Hutten den ersten Spatenstich übernahm und somit die Bauarbeiten beginnen konnten. Diese sollten sich die gesamte Amtszeit des Abtes Januarius Schwab hinziehen. Eine Erweiterung der geplanten Kirchenkuppel, verzögerte die Fertigstellung abermals, sodass Schwab sein Professjubiläum am 12. November 1741 in der noch unfertigen Kirche feiern musste. Er erlebte die endgültige Fertigstellung des Gotteshauses nicht mehr, sondern starb am 31. Mai 1742 gegen neun Uhr abends. Seine Beerdigung fand am 5. Juni 1742 statt.
Den Bau der Klosterkirche vollendete sein Nachfolger Christophorus Balbus.
