Hussitenkriege

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Konflikte zwischen den zumeist böhmischen Anhängern des während des Konstanzer Konzils (1414-1418) im Jahr 1415 hingerichteten Jan Hus und den Traditionen der römisch-katholischen Kirche führten im Nachgang zwischen 1420 und 1437 zu den sogenannten Hussitenkriegen.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber war die Gefolgschaft des, als Ketzer hingerichteten Prager Reformtheologen und Kirchenkritikers Jan Hus (1370-1415). Nach dessen Hinrichtung formierten sich seine Anhänger zu streitbaren Verteidigern seiner Thesen.

Kriegsgebiet und Kriegsverlauf[Bearbeiten]

Insgesamt sind fünf Kreuzzüge gegen die Hussiten überliefert, die überwiegend im heutigen Tschechien bzs. in Österreich ausgetragen wurden, jedoch sind Ausläufer der Auseinandersetzungen auch in Franken spürbar und sichtbar geworden, insbesondere in Reaktionen der Hussiten nach dem vierten Kreuzzug.

Hussitenkriege in Stadt und Landkreis Würzburg[Bearbeiten]

  • Bischof Johann II. von Brunn unterstützte Kaiser Sigismund getreu im Kampf gegen die Hussiten, da das Hochstift Würzburg und möglicherweise auch die Stadt Würzburg unmittelbar von ihnen bedroht waren. Ihm gelang es jedoch nicht, die festgelegten Kontingente für das Bistum Würzburg bereit zu stellen, beteiligte sich jedoch mit 300 Mann zu Pferde.
  • Am 15. Januar 1427 formte sich in Bamberg ein neues Bündnis gegen die Hussiten, dem neben den Bistümern Würzburg, Bamberg und Brandenburg noch zahlreiche fränkische Grafen- und Rittergeschlechter angehörten. Am Reichstag zu Frankfurt, dem Bischof Kohann beiwohnte, wurden neue Kontingente der Bündnispartner bestimmt.
  • Der zweite Zug gegen die Hussiten, dem sich der Bischof erneut persönlich anschloss, endete in einem Rückzug des deutschen Heeres. 1428 forderte ihn Markgraf Friedrich I. von Brandenburg zum Beistand auf.
  • 1434 erhielt Eibelstadt das Stadtrecht, zum Dank für die Unterstützung von Kaiser Sigismund durch die Bürger erfolgreich im Krieg gegen die Hussiten unterstützt worden war.

Heutige Zeugnisse[Bearbeiten]

Nach den Hussiten wurde der Hussitenweg in Eibelstadt benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Michaela Bleicher: Hussitenkriege. publiziert am 01.07.2015; in: Historisches Lexikon Bayerns, Onlinefassung

Weblinks[Bearbeiten]