Hauger Viertelhof

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Der Hauger Viertelhof (auch: Hof zur Aich) war ein Gebäude in der Würzburger Altstadt

Lage

Der Hof stand auf der heutigem Adresse Haugerkirchgasse 4.

Funktion und Namensgeber

Der Hof erhielt seinen Namen vom so genannten Hauger Viertel. Die Einteilung der Innenstadt in Viertel geschah unter Bischof Johann I. von Egloffstein im Jahre 1410 zur besseren Einhebung der Abgaben. Jedes Viertel hatte seinen Viertelmeister, der diese Abgaben einzuheben hatte. In bestimmten öffentlichen Häusern, die man Viertelhöfe nannte, walteten sie ihres Amtes. Anfänglich kamen die Bürger nur in die Höfe, um ihre Abgaben zu entrichten, später aber dienten sie ihnen zur Beratschlagung in städtischen Angelegenheiten. Im Bauernkrieg hielten die Bürger zu den Bauern. Als Sammelplatz dienten ihnen die Viertelhöfe. Hier schmiedeten sie die Projekte zur Ausführung ihres aufrührerischen Vorhabens, weshalb Fürstbischof Konrad II. von Thüngen am 20. November 1526 die Versammlungen verbot, die Viertelhöfe in seine Gewalt nahm und sie an seine Günstlinge verlieh. Den Hauger Viertelhof erhielt der fürstbischöfliche Speisemeister Bastian Dettelbach und dessen Frau auf Lebenszeit.

Heutige Nutzung

Heute dient der Nachkriegsneubau Wohnzwecken.

Siehe auch

Quellen

  • Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 173