Hof Zur Sonne (Sandgasse)

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Hof Zur Sonne - Ost- und Südflügel (1896)
Hof Zur Sonne - Ost- und Südflügel (1882)

Der Hof Zur Sonne war ein Gebäudekomplex in der Sandgasse 4 (alte Nr.: II. Distrikt 347 [1] [2]).

Lage

Der Hof Zur Sonne (auch: Wickenmayershof) lag an der Ostseite der ehemaligen, schmalen Sandgasse (heute: Schönbornstraße).

Geschichte

Im 19. Jahrhundert war der Hof im Besitz des Seifensieders Johann Valentin Wickenmayer bzw. seiner Witwe Magdalena (geborene Martin). Als Vermächtnis der beiden fiel das Haus nach dem Tod der Witwe 1888 an die von ihnen begründete Wickenmayer-Stiftung. 1896 wurde der Gebäudekomplex wegen der Begradigung und Verbreiterung der Schönbornstraße völlig abgerissen. Das Gelände fiel zum größten Teil in den jetzigen Straßenraum. Die Westfront des Hauptgebäudes lag ungefähr im vorderen Bereich des jetzigen Kaufhofes.

Baubeschreibung

Das Vorderhaus des Hofes lag längs der Sandgasse. Die Bleistiftzeichnung zeigt einen Blick in den Hof. Auf der rechten Seite schließt ein zweigeschossiger Flügel mit einem kleinen Portal und großem Tor an; dazwischen steht ein Wandbrunnen, über dem schräg rechts ein großer, gerahmter Wappenstein mit Inschrift sitzt. Darauf zu sehen sind die von einem Engel gehaltenen Wappenschilde des Hieronymus Meder und seiner Frau Elisabeth (geborene Schorr), die um 1550 Besitzer des Hofes waren. Auffallend ist die große, vorkragende Dachgaube mit Fenster und Speichertüröffnung. Rückwärts schließt den Hof ein niedrigeres, zweigeschossiges Gebäude, dessen Erdgeschoss als Schuppen benutzt wird. Ein großes Fass in der Ecke des Hofes dient zum Auffangen von Regenwasser.

Siehe auch

Quellen

Einzelnachweise

  1. Uraufnahme im geoportal.bayern.de/bayernatlas
  2. Adresse bei Thomas Memminger: Maulhardgasse 4, was aufgrund der alten Nr.: II. Distrikt 347 bezweifelt werden muss.

Kartenausschnitt

Ehemaliger Standort
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