Herrgottsmühle (Baldersheim)


Die Herrgottsmühle war bis 2021 ein Handwerksbetrieb südwestlich des Auber Stadtzentrums in der Gemarkung von Baldersheim.
Lage
Die Herrgottsmühle liegt an der Staatsstraße 2269 westlich von Aub an der Abzweigung zur Grundschule Aub.
Geschichte
Die Herrgottsmühle war ein landwirtschaftlicher Betrieb mit unterschlächtigem Mühlrad zum Mahlen von Getreide und Gips am eigenen Mühlbach, der von der Gollach abzweigte. Das Mühlrad befand sich im Gebäude. Am Abend des 13. August 1924 entluden sich über dem Einzugsbereich der oberen Gollach schwere Regenfälle, so dass diese schnell anschwoll. Eine erste Hochwasserwelle der Gollach erreichte gegen 21.00 Uhr die östlich von Aub gelegene Herrgottsmühle. Hier wurden die Stallungen im unteren Hof überflutet und die Schweine ertranken.
Baubeschreibung
Die Herrgottsmühle ist ein Giebelhaus mit Schopfwalm und Nebengebäuden. Genau wie die nahegelegene Gollachbrücke aus Bruchsteinmauerwerk stammen die Bauwerke aus der Zeit um 1800. [1] Der ehemalige Mühlbach ist nicht mehr vorhanden.
Heutige Nutzung
Bis 2021 nutzte eine Karosseriebaufirma die Scheune als Werkstatt und das Mühlengebäude als Wohnhaus. Nach dem Tod des Kfz-Meisters Max Peter Hartlieb am 2. März 2021 schloss seine Ehefrau den Betrieb.
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Heimatverein Aub (Hrsg.): Auber Geschichtsblätter - Beiträge zur Auber Stadtgeschichte. Nr. 8, 1. Jahrgang
- Kulturlandschaft an der Lämmermühle: Auber Wurzeln an der Gollach auf spessartprojekt.de
