Hermann Heimerich

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hermann Heimerich in jungen Jahren

Prof. h.c. Dr. Hermann Heimerich (* 21. Dezember 1885 in Würzburg; † 5. Januar 1963 in Heidelberg) war Jurist und Oberbürgermeister der Stadt Mannheim.

Leben und Wirken

Nach dem Studium, auch an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt, Magistratsrat und als Amtsleiter in Nürnberg. 1925 wurde er Bürgermeister in Kiel, 1928 Oberbürgermeister von Mannheim, bis er 1933 von den Nazis entlassen wurde (wahrscheinlich wegen seiner Zugehörigkeit zur SPD. Er hatte sich unter anderem geweigert, die Hakenkreuzfahne am Rathaus hissen zu lassen). Nach 1933 arbeitete er als Wirtschaftstreuhänder in Berlin. 1945 wurde er von der Besatzungsmacht zum Oberregierungspräsident der Provinz Mittelrhein-Saar bestellt. Er war Rechtsanwalt und Steuerberater in Heidelberg.

Oberbürgermeister von Mannheim nach 1945

1949 wurde er von der Mannheimer Bevölkerung erneut zum OB Mannheims gewählt. In seiner Amtszeit bis 1955 erreichte er die Eingemeindung von drei Vororten: Wallstadt, Seckenheim und Friedrichsfeld, Nach 1950 betrieb er den Wiederaufbau der zerbombten Innenstadt so des technischen Rathauses E 5, der Stadthalle Rosengarten, der Kunsthalle, des Museums Zeughaus und des Nationaltheaters, auch der Oper.

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 1955: Ehrenbürger der Stadt Mannheim
  • 1955: Professor h.c. der Hochschule für Wirtschaft

Posthume Würdigung

Nach seinem Tod benannte der Stadtrat eine Uferpromenade des Neckars nach ihm.

Siehe auch

Literatur

  • H. Heimerich: „Lebenserinnerungen eines Mannheimer Oberbürgermeisters.“ 1981.
  • Andrea Hoffend: Politik ohne Grenzen - Hermann Heimerich : Motor und Mentor der Metropolregion Rhein-Neckar. Weinheim, 2005.
  • Sebastian Parzer: Mannheim soll nicht nur als Stadt der Arbeit neu erstehen...: Die zweite Amtszeit des Mannheimer Oberbürgermeisters Hermann Heimerich (1949–1955). Ubstadt-Weiher, 2008. ISBN 978-3-89735-545-3
  • Hans Reschke: Hermann Heimerich. Frankfurt am Main, 1960

Weblinks