Georg von Giech

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Grabplatte von Georg von Giech im Kiliansdom

Georg von Giech (* um 1465; † 8. Mai 1501) war ab 1495 Dompropst am Kiliansdom zu Würzburg.

Familiärer Hintergrund[Bearbeiten]

Georg von Giech kommt aus dem alten fränkischen Adelsgeschlecht von Giech, das dem Hochadel angehörte. Er stammt aus der Ehe des Dietz von Giech mit der bürgerlichen Katharina Schultheiss.

Propst in Würzburg[Bearbeiten]

Im Jahr 1494 ist er als Propst am Stift Neumünster bezeugt und 1495 wird Georg von Giech Dompropst im Bistum Würzburg.

Der Pauker von Niklashausen[Bearbeiten]

Nach in Würzburg einlaufenden Berichten über die Niklashäuser Wallfahrt suchten Bischof Rudolf II. von Scherenberg und seine Räte Unterstützung bei den benachbarten Städten und Landesherren. Obwohl die Niklashäuser Wallfahrt augenscheinlich friedlich ablief, wurde in den Hilfeersuchen das Schreckgespenst eines bäuerlichen Aufruhrs heraufbeschworen. Zur Mobilisierung der bayerischen und schwäbischen Landesherren ließ er als Würzburger Domherr das Gerücht verbreiten, kriegführende eidgenössische Bauern zögen aus der Schweiz nach Franken, um sich mit den Niklashäuser Wallfahrern zu verbünden. Diese und andere Falschmeldungen überzeugten die anfangs zögernden Stadträte und Landesherren von der vermeintlichen Gefahr, die sich in Niklashausen zusammenbraute. Den Bürgern und Landeskindern wurde die Teilnahme an der Niklashäuser Wallfahrt untersagt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Wendehorst: Das Stift Neumünster in Würzburg. Germania Sacra NF 26: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 4. de Gruyter, Berlin/New York 1989, ISBN 3-11-012057-7, S. 310.

Weblinks[Bearbeiten]