Friedrich von Roßstein

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Friedrich von Roßstein (* in Rostock; † 16. November 1634 in Nürnberg) war hessisch-nassauischer Major und ab 1632 schwedischer General von König Gustav II. Adolf von Schweden im Dreißigjährigen Krieg.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Von Roßstein schlug die militärische Laufbahn ein und war zunächst Major, später Oberst in Diensten der Landgrafen von Hessen-Kassel im Kavallerie-Regiment Baudissin. Er verteidigte 1632 Volkmarsen und Wolfhagen gegen die kaiserlichen Truppen. Im Juli des gleichen Jahres eilte das Regiment unter persönlicher Führung des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel nach Franken, um König Gustav II. Adolf von Schweden zu Hilfe zu kommen. Dabei war von Roßstein als militärischer Berater tätig. Während des erfolglosen Anrennens auf Albrecht von Wallensteins Lager bei Zirndorf im September 1632 wurde er verwundet. Im November des gleichen Jahres befehligte von Roßstein in der Schlacht bei Lützen ein hessisches Reiterregiment von 180 Berittenen in 5 Kompanien.

Wechsel der Seiten[Bearbeiten]

Im Dezember teilte er dem Landgrafen mit, dass er wegen dringender Geschäft in seine Heimatstadt Rostock reisen müsse. Wahrscheinlich verhandelte er dort mit dem schwedischen Reichskanzler Axel Oxenstierna über ein lukratives Angebot. 1633 wechselte er in schwedische Dienste. Am 24. Mai schrieb er aus Frankfurt/Main, dass Graf Oxenstierna ihm den Hof Kastell und einen weiteren Würzburger Hof benefiziert habe. Im Juni 1633 erhielt er zusätzlich die Kartause Tückelhausen. 1634 wurde er zum Generalmajor befördert. In der Schlacht bei Nördlingen wurde er gefangen genommen, floh nach Nürnberg und starb schließlich an der Pest.

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