Friedrich Adami

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Friedrich Adami (* 23. März 1796 in Winterhausen; † 26. Februar 1869 ebenda) war Schreinermeister und Landtagsabgeordneter im Königreich Bayern.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Die Adami sind eine alteingesessene Familie im Ort Winterhausen. Von 1750 bis 1920 stellte sie fünf Bürgermeister und viele Ratsmitglieder. Auch heute gibt es noch Adami in der Gemeinde.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Bei den Urwahlen für das Paulskirchenparlament am 25. April 1848 (Frankfurter Nationalversammlung) wurden aus Winterhausen C. Hamm jun. und Miltenberger als Wahlmänner gewählt. In den Bayerischen Landtag vom 16. Januar 1849 zog der ortsansässige Schreinermeister Friedrich Adami als Abgeordneter ein.

Friedrich Adami war sehr demokratisch und liberal gesinnt und agierte als Abgeordneter auch in diesem Sinne. Im Ort kam er deshalb auch in Konfrontation mit dem sehr konservativen Pfarrer Hans Nicolai Hansen. [1]

Bürgermeister in Winterhausen[Bearbeiten]

Von 1854 bis 1860 war er Bürgermeister der Gemeinde Winterhausen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Prof. Dr. Klaus Wagner, Archivbeauftragter der Marktgemeinde Winterhausen

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Hans Nicolai Hansen war der einzige evangelische Pfarrer in Winterhausen, der nicht aus Süddeutschland stammte. Er wurde 1814 in Bülderup (Schleswig) geboren und war ab 1848 Domprediger in Schleswig. Infolge des 1. Deutsch-Dänischen Krieges wurde er, wie viele andere, von den Dänen entlassen. Die allgemeine nationale Solidarisierung mit den Betroffenen hat wohl die Winterhäuser Gemeinde bewogen, Hansen 1851 im Ort als Pfarrer zu installieren. In Winterhausen kam es jedoch bald zu Auseinandersetzungen des konservativen Pfarrers mit dem liberaler gesinnten Teil der Bevölkerung, darunter einige Kirchenvorsteher und der Bürgermeister Friedrich Adami. In der Folge entstand eine regelrechte Spaltung der Gemeinde. Im Jahre 1857 erschien eine anonyme, gedruckte Schmähschrift gegen Pfarrer Hansen. Nach dem Anschluss Schleswig-Holsteins an Deutschland im 2. Deutsch-Dänischen Krieg verlies er 1868 Winterhausen, um im Norden eine Pfarrstelle anzunehmen.