Ferdinand Spiegel

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Prof. Ferdinand Spiegel (* 4. Juni 1879 in Würzburg; † 4. Februar 1950 ebenda) war ein Maler, Grafiker und Illustrator.

Familiäre Zusammenhänge

Sein jüngerer Bruder war der Kunstprofessor Hans Spiegel (1894-1966).

Leben und Wirken

Spiegel wuchs im Mainviertel auf und absolvierte eine Lehre bei Michael Greiner. Später lernte als Schüler die Malerei bei Wilhelm von Diez in München und wirkte zunächst als Mitarbeiter des Simplicissimus und der Münchener Jugend. Ab 1918 war er Professor an der bayerischen Akademie der Bildenden Künste in München und ab 1924 an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin.

Werke

In Berlin wurde er bekannt durch die Darstellung großer, markiger Bauerngestalten und heroisierender Soldatenbildnisse. Spiegel war zu Zeiten des Nationalsozialismus ein hochgeschätzter Künstler. Bei der Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchner Haus der Deutschen Kunst war er mit insgesamt 35 Werken vertreten, darunter 1941 mit elf Fliegerbildern und 1943 mit elf Bildern zur Organisation Todt. Ab 1939 leitete er ein Meisteratelier an der Berliner Akademie der Künste. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs wurde er in die Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten Kunstmaler aufgenommen, was ihn vor einen möglichen Kriegseinsatz bewahrte.

Philatelistische Entwürfe

Nach Spiegels Entwürfen brachte die Deutsche Reichspost zwei Briefmarkenserien heraus: Die Serie „Berufsstände“ wurde im Jahr 1934 veröffentlicht und die Serie zur „Schütz-, Bach- und Händelfeier“ im Jahr 1935.

Mitglied

Spiegel war Mitglied der Würzburger Künstlervereinigung der Roßperger.

Siehe auch

Weblinks

Ferdinand Spiegel auf wikipedia.org