Fürstbischöfliche Residenz (Frickenhausen am Main)
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Die Fürstbischöfliche Residenz ist ein Baudenkmal in der Marktgemeinde Frickenhausen am Main.
Standort
Die ehemalige Residenz des Fürstbischofs befindet sich am Babenbergplatz 4a.
Geschichte
Das ursprüngliche Gebäude wurde zeitgleich mit der Weinkellerei des Domkapitels 1475 als Fürstbischöfliche Residenz errichtet.
Baubeschreibung
„Winzerei, dreigeschossiger, verputzter Walmdachbau mit doppelluchtigen, geohrten Fensterrahmungen, mit Hausfigur des Hl. Johann Nepomuk; Erscheinungsbild 17. Jh., im Kern spätmittelalterlich; Inschriftentafel, bez. 1706.“
- Inschriftentafel
Bei der vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege bezeichneten „Inschriftentafel“, eingemauert in die Bruchsteinmauer des Anwesens Babenbergplatz 4, handelt es sich um den Sockel eines ehemaligen Wegkreuzes.
Nach einem Plan des Bezirksamtes Ochsenfurt vom 6. Juni 1934 zum Ausbau der Staatsstraße von Frickenhausen am Main nach Segnitz ist an der Südseite des Grundstückes, frühere FlNr. 1270, ein großes Kreuz mit Sockel eingezeichnet. In der südlichen Begrenzungsmauer des Grundstücks war der Sockel des einstigen Wegkreuzes noch eingemauert, das Kreuz war bereits verschwunden. Beim Ausbau und der Neugestaltung des Babenbergplatzes (früher Jahnplatz) im Jahre 1974 wurde der Sockel in die neu vermauerte Hof- und Hauszufahrt eingelassen.
Die Inschrift lautet:
- REVERENDISSIMI / CAPITULI HERBIP (olensis) / PRAEBENDARIUS D (omi) NUS / JO (ann) ES CHRISTOPHORUS / BEHR FRICKENHUSANUS / 1706 F (ieri) F (ecit)
In Übersetzung:
- Herr Johannes Christoph Behr, Frickenhausener und Pfründner des hochwürdigsten Würzburger Domkapitels hat (dieses Kreuz) machen lassen. 1706 geschehen und ausgeführt.
Siehe auch
Quellen und Literatur
- Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Frickenhausen am Main, Nr. D-6-79-131-25
- Heinrich Grieb: Unsere Bildstöcke in Frickenhausen beschrieben aus alten Dokumenten und Erinnerungen. Eigenverlag, Frickenhausen am Main 2006
- Inschrift am Haupteingang