Emil Hilb

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Emil Hilb, 1908

Prof. Dr. Emil Hilb (* 26. April 1882 in Stuttgart; † 6. August 1929 in Würzburg) war Mathematiker und Professor an der Universität Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Er wurde als Sohn des jüdischen Kaufmanns Adolf Hilb und seiner Frau Clara, geb. Ulrich, als jüngstes von vier Kindern geboren.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Zwischen 1890 und 1899 besuchte er die höheren Schulen in Stuttgart. Von 1899 bis 1903 studierte mit dem Studienziel Lehramt Mathematik und Physik in München, Berlin und Göttingen und promovierte 1903 in München. Anschließend war er ab 1906 wissenschaftlicer Assistent und ab 1908 Privatdozent am mathematischen Kabinett in Erlangen.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

1909 erhielt er die Berufung zunächst als außerordentlicher und ab 1923 aös ordentlicher Professor an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Während des Ersten Weltkrieges erklärte er sich bereit neben seiner universitären Lehrtätigkeit 23 Wochenstunden Mathematik an einem Würzburger Gymnasium zu übernehmen.

Forschungsgebiete[Bearbeiten]

Sein Hauptinteresse lag auf dem Gebiet der speziellen Funktionen, Differentialgleichungen und Differenzengleichungen. Viel Zeit verbrachte er für das Erstellen eines Lexikons der mathematischen Wissenschaften. Als Mitherausgeber des Analysisbandes verfasste er Beiträge über trigonometrische Reihen und Differentialgleichungen.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Hilb wurde auf dem jüdischen Teil des Pragfriedhofs in Stuttgart beigesetzt.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Es wurde ein Weg im Campus Hubland Nord, dem künftigen Stadtteil Hubland der Emil-Hilb-Weg nach ihm benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]