Dietrich Zobel von Hausen

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Dietrich Zobel von Hausen († nach 16. Dezember 1440) war Geistlicher und Dekan am Stift Neumünster von 1432 bis 1433.

Familiäre Herkunft[Bearbeiten]

Dietrich entstammt einem weit verzweigtem Rittergeschlecht ehemaliger Würzburger Ministerialen. Sein Onkel Georg Zobel von Hausen war Kanoniker am Neumünster.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Am 16. Juli 1411 erhält er vom Papst ein Kanonikat am Dom und ist ab 20. Dezember 1413 an der Universität Heidelberg eingeschrieben. Am 1. September 1432 wird er einstimmig zum Stiftsdekan in Neumünster gewählt und am 23. September durch Fürstbischof Johann II. von Brunn bestätigt. Nach 1433 ist er als ehemaliger Dekan bezeugt und bis zu seinem Tod als Kanoniker bezeichnet. Ab 1437 versuchte er in einem Prozeß vor dem Basler Konzil, in dessen Verlauf er zeitweise exkommuniziert wurde, vergeblich, seine Ansprüche auf das Dekanat gegen seinen Amtsnachfolger Nikolaus Beyer durchzusetzen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Wendehorst: Das Stift Neumünster in Würzburg. Germania Sacra NF 26: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 4. de Gruyter, Berlin/New York 1989, ISBN 3-11-012057-7, S. 338