Caspar von der Tann

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Caspar von der Tann

Caspar von der Tann (* 1577 in Rockenstuhl; † 17. September 1635 in Würzburg) war würzburgischer Amtmann und Großhofmeister.

Familiäre Zusammenhänge

Die von der Tann sind ein fränkisches, nach der Reformation evangelisches Adelsgeschlecht. Der Stammsitz derer von der Tann ist seit dem 12. Jahrhundert Schloss Tann in der hessischen Rhön. Sein Vater war Melchior Anark von der Tann, seine Brüder Wolfgang Adolph von der Tann und Wolfgang von der Tann.

Leben und Wirken

Caspar studierte ab 1592 an der Universität Jena, seit 10. Oktober 1593 an der Universität Würzburg. 1596 setzte Caspar das Studium in Bologna fort und ging danach nach Rom. An der Universität Siena wurde Caspar am 4. September 1598 immatrikuliert. Am 28. Juni 1604 wurde Caspar als adeliger Hof- und Kanzleirat angenommen. Spätestens 1610 wurde Caspar zum Hofmarschall ernannt. Das Marschallamt gab er 1619 zurück. Seit 1614 hatte Caspar zusätzlich zu seiner Stellung am fürstbischöflichen Hofe als Pfründen die Amtmannschaft von Fladungen und Auersberg sowie von Widdern inne. Außerdem war Caspar Beisitzer des Kaiserlichen Landgerichts des Herzogtums Franken. 1621 wurde er Geheimer Rat und am 16. März 1623 wurde er zum Hofmeister ernannt. Damit war er mit seinen Pferden, Knechten und Knaben zum ständigen Aufenthalt auf der Festung Marienberg verpflichtet. In Kriegszeiten war der Hofmeister Kommandant der Festung.

Siehe auch

Quellen

  • Hans Körner, Forschungsergebnisse zur Tann'schen Familiengeschichte im 16. bis 19. Jahrhundert, Hilders 2018, ISBN 978-3-000-60329, S. 176 ff.